Wettbewerb 2015-2016 | Kategorie: Reli/Ethik/Philosophie

Mia san mehr! (in Anlehnung an den bayrischen Slogan 'Mia san mia!')

Wir organisieren regelmäßige Treffen zwischen Senioren in einem deutschen Altersheim und jugendlichen Flüchtlingen aus der BIK einer Berufsschule. Diese Treffen finden einmal im Monat statt und werden von zwei Lehrkräften und einer Betreuerin aus dem Heim begleitet. Die Treffen umfassen Gespräche, sowie gemeinsame Aktivitäten und Unternehmungen. Bei der Schaffung einer vielfältigen und nachhaltigen Lebenswirklichkeit in Deutschland spielen beide soziale Gruppen eine Schlüsselrolle. Unser Projekt fördert sozial und kulturell vielfältige Begegnungen und erhöht somit die gegenseitige Toleranz.

Projektziele

Die jugendlichen Flüchtlinge bauen einen regelmäßigen sozialen Kontakt mit deutschen Senioren und der deutschen Kultur auf. Auf diese Weise sollen Vorbehalte und Ängste minimiert werden und ein von Respekt geprägtes interkulturelles Verständnis füreinander gefördert werden. Im Sinne einer nachhaltigen Integration ist dieser Prozess essentiell. Ein weiteres vorrangiges Ziel ist es, bei den Flüchtlingen im Rahmen des Projektes Interesse zu wecken und an den Pflegeberuf heranzuführen. Idealerweise ergeben sich aus dem Projekt berufliche Perspektiven in diesem unterbesetzten Arbeitsfeld.

Aufgabe der Jugendlichen

Inhaltliche und sprachliche Vorbereitung von regelmäßigen Treffen mit Senioren im Altenheim; Herausarbeiten von kulturellen Besonderheiten in Deutschland und im Herkunftsland; soziale Betreuung von Senioren

Projektverlauf

Die bevorstehende demografische Veränderung umfasst nach unserem Verständnis sowohl die stetige Alterung der deutschen Gesellschaft, als auch eine wachsende kulturelle und ethnische Heterogenität. In diesem Kontext sind sowohl jugendliche Flüchtlinge als auch Senioren Schlüsselgruppen. Unser Anliegen ist es, durch gegenseitigen Kontakt, diese Gruppen in die Mitte der Gesellschaft zu rücken und das Bewusstsein für ihre zukünftige Rolle zu schärfen.
Mit diesem Hintergrund veranstalten wir einmal im Monat ein geselliges Miteinander von deutschen Senioren und jugendlichen Flüchtlingen, welches von den Deutschlehrkräften und der sozialen Koordinatorin begleitet werden. Im Rahmen dieser Treffen werden Gespräche geführt, Spaziergänge gemacht, miteinander gespielt und gebastelt. Diese Aktivitäten fördern ein unkompliziertes Kennenlernen und Aufeinanderzugehen trotz kultur,- und altersspezifischer Unterschiede. Anschließend haben die jugendlichen Flüchtlinge und die Senioren einzeln die Möglichkeit mit den jeweiligen Betreuern die Treffen zu reflektieren. Explizit gewünscht von unserer Seite ist ein individueller Beitrag der Beteiligten. Unser Projekt beruht auf Freiwilligkeit und soll Spaß machen, daher sind wir für Ideen der Teilnehmer offen und reagieren flexibel auf Entwicklungen und Wünsche. Die Teilnehmer werden in ihrer Identitätsentwicklung bestärkt und erfahren Wertschätzung.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Bei unseren Treffen bringen wir verschiedene Kulturkreise, Altersgruppen sowie verschiedene soziale Lebenswirklichkeiten zusammen: unsere Teilnehmer kommen aus Afghanistan, Äthiopien, dem Irak (Kurdistan) und Deutschland. Wir ermöglichen jugendlichen Flüchtlingen und deutschen Senioren, sich in einem sicheren und gesteuerten Umfeld zu begegnen, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Auf diese Weise soll sich Vielfalt im kleinen Kreis begegnen und durch Multiplikationsfaktoren in die Gesellschaft hinaus getragen werden.

Infos

Name der Einrichtung

Staatliches Berufliche Schulzentrum Regensburger Land

Ort

Regensburg

Bundesland

Bayern

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

18