Wettbewerb 2015-2016 | Kategorie: Verein/Verband

Mein Shirt für Dich - Mainz

Über den Mainzer Theaterplatz wurde eine große Wäscheleine gespannt. Die Teilnehmer, Schüler/innen aus Mainz und Umgebung sowie Jugendliche, Flüchtlinge, konnten ihr Lieblings-Shirt mitbringen. Auf einen kleinen Zettel schrieben sie, was Ihnen das Shirt bedeutet, was sie damit erlebt haben und warum sie es trotzdem verschenken. Anschließend wurden die Shirts zusammen mit den Zetteln an die Wäscheleine gehängt und miteinander getauscht. Als Flüchtling musste man nicht unbedingt ein Shirt dabei haben, um mitzumachen.

Projektziele

Wir wollen als junge Generation gemeinsam mit geflüchteten Menschen ein Zeichen setzen, gegen Hetze, Hass oder Rassismus und für eine Kultur des Willkommens und der Integration.
Dieses Ziel haben wir erreicht. Wir haben einen schönen Mittag mit den Flüchtlingen verbracht und neue Kontakte geknüpft. Aufgrund des öffentlichen Ortes kamen auch zahlreiche Passanten vorbei und haben die Konversation gesucht.
Im Grunde war es unser Ziel, eine Plattform zu schaffen, um sich mit Flüchtlingen auf Augenhöhe zu unterhalten und Berührungsängste oder Vorurteile zu beseitigen.

Aufgabe der Jugendlichen

Komplette Organisation / Ausarbeitung des Projekts in regelmäßigen Treffen in der Freizeit. Genaue Planung der Aktion, Werbung auf sozialen Netzwerken/mit Plakaten/in Flüchtlingsheimen und im Radio/Presse, Materialien besorgen, Genehmigungen einholen, Kontakte suchen, etc.

Projektverlauf

Ich, Vincent (16), engagiere mich schon länger für Flüchtlinge und habe im Mai diesen Jahres ein Praktikum bei den Caritas gemacht, wobei ich auf die Aktionsidee "Mein Shirt für Dich" aufmerksam gemacht wurde, die in unterschiedlicher Form auch in anderen Städten stattfinden sollte.
Ich fand die Idee einfach schön und habe mich dafür entschieden, eine solche Aktion auch in Mainz umzusetzen.
In der Jugendgruppe J-GCL in der ich mich engagiere, habe ich nach Freiwilligen gesucht, die das Projekt mit mir in unserer Freizeit auf die Beine stellen, und diese auch gefunden! Auf Anhieb haben sich zwölf Leute gemeldet, die mir helfen wollten.
Also haben wir uns einige Monate vor der Aktion getroffen, um uns zu überlegen, in Welche Richtung das ganze gehen sollte. Denn bis auf die Grundidee war nichts vorgegeben.
In den folgenden Monaten haben wir uns immer wieder getroffen, geplant, Aufgaben verteilt und das Konzept erarbeitet.
Wir haben in Eigenregie Plakate und Armbändchen designt und gedruckt, Schirmherren für die Veranstaltung gesucht, Werbung über Facebook, Schulwebsites, Radio und Zeitungen gemacht und auch ein Flüchtlingsheim besucht, um vor Ort Werbung zu machen.
Als Sahnehäubchen konnten wir die Streetdance-Vizeweltmeister "ACIM Dancecrew" dazu gewinnen, zur Eröffnung der Aktion eine Show zu tanzen.
Mein Kumpel Jakob und ich machten zur musikalischen Untermalung des Mittags Straßenmusik.
Wie die Aktion am Ende verlaufen ist, kann man gut im Youtube Video sehen. Die Arbeit hat sich definitiv gelohnt! 

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Wir denken, dass Vielfalt als eine Bereicherung angesehen werden sollte.
Das Problem: Wird es häufig nicht.
Deshalb war es unser Anliegen, Menschen zusammen zu bringen, die normalerweise nicht die Möglichkeit oder den Willen hätten, sich kennen zu lernen. Gelebte Vielfalt und Toleranz beginnt da, wo Jugendliche aus verschiedenen Ländern, mit verschiedener Hautfarbe und Religion beisammen sind, sich austauschen und den Kontakt suchen. Das ist notwendiger denn je.
Und genau das haben wir gemacht.

Infos

Name der Einrichtung

J-GCL Region West (Jugendverbände der Gemeinschaft Christlichen Lebens) / youngcaritas

Website »

Ort

Mainz

Bundesland

Rheinland-Pfalz

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

17