Wettbewerb 2015-2016 | Kategorie: Verein/Verband

STF-Kocht!

Bei diesem Projekt geht es darum, dass Flüchtlinge und SchülerInnen zusammen kochen. Nicht nur das gemeinsame Kochen, sondern auch das gemeinschaftliche Essen und darauffolgende Aktivitäten bieten eine gute Gesprächsbasis.

Während des Projekts sollen landestypische Gerichte der Flüchtlinge und deutsche Gerichte gekocht werden. Dabei werden sich die Teilnehmer gegenseitig kennenlernen und überwinden Berührungsängste.

Beim Genießen der landestypischen Gerichte werden unterschiedliche Erfahrungen ausgetauscht und nach weiteren interkulturellen Aktivitäten erste Freundschaften geschlossen. 

Projektziele

Kochen ist in allen Nationen eines der wichtigsten Bestandteile der Kultur. STF-Kocht! ist eines unserer sozialen Projekte, bei welchem es vor allem um das Überwinden von Berührungsängsten, den kulturellen Austausch und das Entstehen von Freundschaften zwischen Schüler*innen und Flüchtlingen geht.

Die nationalen Identitäten, die von allen mitgebracht und dabei vermittelt werden, sollen einen Einblick in die unterschiedlichen Heimatländer geben. Dabei entdecken die TeilnehmerInnen Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten und Interessen, welche sie miteinander verbinden.

Aufgabe der Jugendlichen

Der Verein wurde von Jugendlich im Alter von 15 - 18 Jahren gegründet. Alle Gründungsmitglieder sind Teil des Kernteams, welches für den Verein verantwortlich ist und zentrale Aufgaben übernimmt. 

Das Kernteam, die Repräsentanten und die Unterstützer an den Partnerschulen übernehmen alle Aufgaben, die es im Verein gibt. Das heißt, dass alles (von der Projektplanung bis zur Nachbereitung) von Jugendlichen und jungen Erwachsenen organisiert wird. 

In der Vergangenheit haben wir bereits zwei große Spendenaktionen an unseren Partnerschulen durchgeführt und haben ein enthusiastisches und motiviertes Team aus Schülern mit diversen Interessen. Jetzt kommt es uns vorallem darauf an, uns neue Ziele und Maßstäbe zu setzen, nach welchen wir in der Zukunft weitere Projekte realisieren werden.

Von weiteren Spendenaktionen, über Informationsabende bis hin zum gemeinsamen Kochen werden wir versuchen kulturelles Verständnis zwischen SchülerInnen und Flüchtlingen zu fördern. 

Wir sind stark davon überzeugt, dass auch junge Menschen einen wichtigen Teil zur Gesellschaft beitragen können. Durch den Lernprozess und Perspektivenwechsel, der bei all unseren Projekten im Vordergrund steht, erlenen alle Teilnehmer Schlüsselqualifikationen, die sie in ihrem weiteren Leben nutzen können. 

Hier eine grobe Aufzählung unserer Aufgabenfelder, die von uns, den Jugendlichen, übernommen werden:

- Projektkonzepte schreiben
- Kontaktaufnahme mit Partnerunterkünften und Partnerschulen
- Öffentlichkeitsarbeit (Website, Facebook, Videos erstellen, Bilder machen, etc.)
- Vereinsentwicklung (Mitgliederversammlungen, Satzungsentwicklung, etc.)
- Unterstützung beim Deutschunterricht an Partnerschulen und Partnerunterkünften
- Das Planen von Projekten (allerlei Vorbereitungen, Kontaktaufnahme mit potentiellen Teilnehmern, Plakate erstellen, Räume organisieren, etc.)
- Das Durchführen von Projekten 
- Das Nachbereiten von Projekten (Auswertung: Was hat gut funktioniert? Was muss noch verbessert werden? Weiterhin im Kontakt mit Unterkünften und Schulen stehen) 
- an Workshops teilnehmen, um neue Impulse zur kriegen (z.B. Workshop des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge zur interkulturellen Öffnung von Jugendverbänden)
- Neue Impulse der Schüler koordinieren und umsetzen
- usw. 

Für weitere Informationen über uns und unsere Projekte steht unsere Website und Facebook-Seite zur Verfügung. 

Projektverlauf

Im frühen Sommer des Jahres 2015 fingen wir, die Initiatoren von STF, an uns intensiv mit dem Thema Flüchtlinge auseinanderzusetzen. Wir analysierten, wie Flüchtlingen zu diesem Zeitpunkt geholfen wurde. Schnell haben wir festgestellt, dass SchülerInnen kaum in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, obwohl es doch so viele interessierte SchülerInnen gibt. Wir fassten den Entschluss einen Verein zu gründen, der SchülerInnen dazu animieren sollte, sich für Flüchtlinge einzusetzen und in den direkten Kontakt mit diesen zu treten, um Kulturen auszutauschen. Nachdem sich weitere unserer Freunde dem Team anschlossen, stand der Arbeit nichts mehr im Wege.

Zusammen haben wir eine Satzung geschrieben, sind in Kontakt mit einem Notar getreten und haben an unseren Projektkonzepten gearbeitet. Eine ganze Reihe an Projektideen ist entstanden, die SchülerInnen sowohl politische Hintergründe zur Flüchtlingssituation geben sollen, als auch die Möglichkeit geben, Flüchtlinge kennenzulernen und sich für diese einzusetzen. Nachdem wir eine digitale Identität aufgebaut haben, sind wir in den Kontakt mit Schulen und Unterkünften getreten. 

Nach den Vorstellungsterminen stand fest, dass eine große Spendenaktion organisiert werden sollte. Diese wurde in Zusammenarbeit des Kernteams und der SchülerInnen geplant, durchgeführt und nachbereitet. Es war ein großer Erfolg! 

Nicht nur dieses Projekt, sondern das komplette Konzept des Vereins kann man überall implementieren, solange es eine Schule und eine Unterkunft gibt. Jetzt arbeiten wir an weiteren Projekten und unserer Professionalisierung.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Wir sprechen von Vielfalt, wenn sich Menschen durch den Kontakt mit anderen Kulturen ihrer eigenen Identität bewusst werden und dabei auch lernen, andere Werte und Bräuche zu tolieren und zu verstehen.

Bei unserem Projekt werden nicht nur wichtige Bestandteile von Land und Kultur durchs Kochen vermittelt, es wird auch ein internationales Umfeld geschaffen, was die Basis für jegliche Vielfalt ist. Durch die Interaktion von Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen werden Vorurteile aufgebrochen und neue Brücken gebaut, wodurch man nicht nur nebeneinander lebt, sondern miteinander.

Infos

Name der Einrichtung

Schüler Treffen Flüchtlinge e.V. (i.G.)

Website »

Ort

Berlin

Bundesland

Berlin

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

16