Wettbewerb 2015-2016 | Kategorie: Verein/Verband

get together

"get together" ist ein Begegnungsprojekt für Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung in Wiesbaden. Alle 2 Wochen gestalten sie gemeinsame Aktivitäten und Unternehmungen, wie z.B. gemeinsames Kochen, ins Museum gehen, künstlerisches Gestalten, Bowlingspielen, Schlittschuhlaufen, Theaterbesuch, selbst Theater spielen, Feste feiern, Klettern, Spielplatz an der Flüchtlingsunterkunft bauen... Eine feste Gruppe, immer ein Schuljahr lang. Die Jugendlichen planen gemeinsam ihre Aktivitäten und organisieren, so weit wie möglich, alles Notwendige selbst.

Projektziele

Unsere Projektziele sind: Begegnung auf Augenhöhe, Integration, Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten, Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur, sich im gemeinsamen Tun und Erleben näher zu kommen, Gemeinsamkeiten entdecken u. Unterschiede respektieren, Bildung von Freundschaften, Stärkung von Selbstwert, Verantwortungsgefühl u. sozialen Kompetenzen u. auch die Vermittlung v. globalen Zusammenhängen (so werden die Wiesbadener Schüler_innen vor Projektbeginn durch den Flüchtlingsrat zu politischen u. gesellschaftlichen Hintergründen von Flucht u. Asyl geschult und sensibilisiert)

Aufgabe der Jugendlichen

Die wesentlichen Akteure des Projekts "get together" sind die jungen Menschen selbst. Die für ein Schuljahr feste Gruppe Jugendlicher einer Wiesbadener Gesamtschule trifft sich 14tägig mit Jugendlichen mit Fluchterfahrung aus verschiedenen Flüchtlingsunterkünften Wiesbadens. Sie planen hierbei die Treffen selbst, organisieren Transportmöglichkeiten, Materialien, Verpflegung, Eintrittskarten etc. 
Die jungen Menschen nehmen auch an Fortbildungen durch den Flüchtlingsrat und Evaluationen teil.

Projektverlauf

Sonya Mayoufi (Dipl.-Pädagogin, damals Caritasverband) und Frank Schulze (Lehrer der Helene-Lange-Schule, UNESCO-Projektschule) hatten 2011 die gleiche Idee: wir wollten die Kinder und Jugendlichen aus der Flüchtlingsunterkunft am Rande der Stadt einbinden, mit den jungen Menschen, mit denen wir arbeiten, zusammen bringen, Integration durch Begegnung ermöglichen... Beide hatten wir uns an den Wiesbadener Flüchtlingsrat gewandt, der uns zusammenbrachte und uns in der Planung unseres Projekts sowie immer noch in der Fortbildung der teilnehmenden Jugendlichen eine sehr wichtige Hilfe war und ist. Da wir (aus guten Gründen) nicht einfach zur Flüchtlingsunterkunft gehen und Spielangebote unterbreiten konnten und durften, bedurfte es einer gründlichen Vorarbeit. Wir haben ein Konzept entwickelt und um die Kooperation mit den Behörden zu vereinfachen, einen Projektverantwortlichen zu haben und schließlich Projektmittel beantragen zu können, einen Verein gegründet: VERAMI e.V. (für ein verantwortliches Miteinander). Viele weitere Kooperationspartner wurden eingebunden. Mittlerweile haben wir so viel Know-How, dass wir das Konzept inklusive Beratung auch anderen Schulen/Einrichtungen zur Verfügung stellen wollen. Ein Handbuch hierzu wird gerade verfasst... Unsere Zielgruppe, SchülerInnen der 8.-10. Klasse und junge Flüchtlinge im Alter von 11 bis 18 Jahren, ist sehr engagiert und unseren Auswertungen zufolge sehr zufrieden.

Aufgrund des sensiblen Bereichs gibt es ein enges professionelles "Sicherheitsnetz", es gibt Möglichkeiten zur Supervision und Krisenintervention. 

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Vielfalt ist unser Schlüsselthema! In unserem Begegnungsprojekt vermitteln wir kulturelle Unterschiede als Gewinn, die Jugendlichen bekommen Raum, ihre Kultur in einem wertschätzenden Rahmen vorzustellen - z.B. im Rahmen unserer Wilkommens-, Neujahrs- oder Abschlussfeste, beim künstlerischen Gestalten, beim Musik machen oder im Theaterstück. Sprachliche Hürden werden durch das gemeinsame Tun überbrückt. Eine der besonderen Aktivitäten in diesem Projektjahr: die Jugendlichen bauen gemeinsam einen Spielplatzes auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft in Kooperation mit Kukuk e.V.

Infos

Name der Einrichtung

VERAMI e.V. & Helene-Lange-Schule & Caritasverband Wiesbaden

Website »

Ort

Frankfurt am Main

Bundesland

Hessen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

15