Wettbewerb 2015-2016 | Kategorie: Musik/Kunst/Theater

"Whatever meets Refugees" - Ein integratives Bandprojekt mit Flüchtlingen

Die Sprache der Musik ist international. Auch wenn man nicht die selbe Sprache spricht oder aus verschiedenen Kulturen stammt, über die Musik können sich alle Jugendlichen verständigen. Im laufenden Schuljahr findet am Gymnasium am Silberkamp in Peine ein Projekt statt, indem Schüler und Flüchtlinge gemeinsam Musik machen. Wir möchten in dem Projekt unseren eigenen Horizont erweitern und Menschen die ihre Heimat verlassen mussten dabei helfen in Deutschland anzukommen und ihre Geschichte zu erzählen.

Projektziele

In direkter Nachbarschaft unserer Schule gibt es ein Heim für Asylbewerber und Flüchtlinge. Über die Musik möchte eine Schülerband Bewohner des Heimes in das Leben in Peine integrieren.  Gemeinsame Erlebnisse und Veranstaltungen sollen es ermöglichen, die neuen Bewohner unserer Stadt, ihre Kulturen und ihre Geschichten besser kennen zu lernen.
Ziel der gemeinsamen Arbeit soll ein Konzert sein. Die Ergebnisse des Projektes sollen in Zusammenarbeit mit der Film-AG als Musikvideo und Dokumentationsfilm festgehalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Aufgabe der Jugendlichen

Erarbeitung eines eigenen Songs (Komposition, Text)
Einbinden der neuen Musiker aus dem Kreise der Flüchtlinge. Gemeinsame Weiterentwicklung des Songs. Zusätzliche Strophen, andere Instrumente.
Organisation gemeinsamer Proben und Treffen.
Gemeinsame Aufnahme des Songs.
Planung und Organisation eines Konzertes (Konzertraum, Werbung, Catering, Sponsoring)
Dokumentation der Arbeit (Fotos, Texte und Videos). Veröffentlichung in einem Blog. Durchführung von Interviews mit den Projektteilnehmern.
Begleitende Erstellung einer filmischen Projektdokumentation.
Planung und Erstellung eines Musikvideos zu dem Song (Liveaufnahmen und szenische Aufnahmen zusammenschneiden.)

Projektverlauf

Zum Schuljahresbeginn wurde den Verantwortlichen der Schülerband „Whatever“ und den Mitgliedern der Film-AG unseres Gymnasiums das integrative Bandprojekt vorgestellt. Die Band hat unmittelbar mit Überlegungen zu einem eigenen Song, der zu der Thematik passt, begonnen. Auch wurde ein Blog eingerichtet, in dem die Mitglieder des Projektes Ereignisse und Fortschritte dokumentieren können.
Die Mitglieder der Film-Crew sammeln Ideen und erlernen filmische Techniken für das Musikvideo. Bereits zu Beginn werden Aufnahmen für die Dokumentation gesammelt. Es hat eine Kontaktaufnahme zum Asylbewerber- und Flüchtlingsheim in Peine stattgefunden. Über die dortige Sozialarbeiterin werden Jugendliche gesucht, die Interesse haben an dem Musikprojekt teilzunehmen. Es soll dann, nachdem man sich in einem ersten Treffen kennen gelernt hat, gemeinsam an dem Song gearbeitet werden. Die internationalen Musiker sollen eigene kulturell typische Musikstile, Instrumente und Strophen in ihrer Muttersprache in den Song einbringen.
Während der Proben werden Aufnahmen für das Musikvideo und die Dokumentation erstellt. Außerdem sollen die Teilnehmer in kleinen Interviews über das Projekt berichten. Die Flüchtlinge sollen so die Gelegenheit bekommen ihre Geschichte zu erzählen.
Mit fortschreitendem Verlauf bereitet sich das Team auf ein Konzert vor, in dem die Arbeit der Band der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Bei der Planung des Konzertes muss das Team auch die Organisation von Werbung, Pressekontakten und Catering übernehmen.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

An unserem Gymnasium lernen Schülerinnen und Schüler, die ganz verschiedene kulturelle Wurzeln besitzen. Mitglieder unseres Teams haben marokkanische, jemenitische und weißrussische Wurzeln. Das soziale Miteinander und die Akzeptanz des Einzelnen ist an unserer Schule wichtig und die Vielfalt unter den Schülern wird als Bereicherung angesehen. Die Integration der neuen Peiner Mitbürger liegt uns am Herzen. Wir möchten, dass kulturelle Vielfalt als Bereicherung und nicht als Bedrohung angesehen wird.

Infos

Name der Einrichtung

Gymnasium am Silberkamp

Website »

Ort

Peine

Bundesland

Niedersachsen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

15