Wettbewerb 2013-2014 | Kategorie: Schülervertretung

Die Kunst der Vielfalt

Im Rahmen des Projektes "Schule ohne Rassismus" hat die SV des HVG Blomberg einen Weg gesucht, um Toleranz, Vielfalt und Courage im Schülerbewusstsein zu verankern. Als besonders effektiv erschienen uns dafür künstlerische Projektideen als Mittel der Kommunikation und Inspiration. Deswegen organisierten wir einen Wettbewerb, der es den Schülern ermöglicht, ihre Botschaften künstlerisch umzusetzen.

Projektziele

Wir sind der festen Überzeugung, dass freundschaftliche Beziehungen zu Menschen fremder Herkunft und Offenheit gegenüber anderen Religionen notwendige Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben sind. Deswegen fördern wir die Auseinandersetzung mit diesem Thema durch die künstlerische Umsetzung der Botschaft: "Wir haben keinen Platz für Rassismus, denn Vielfalt bereichert uns".

Aufgabe der Jugendlichen

Die Jugendlichen der SV haben sich der Aufgabe angenommen, im Rahmen des Projektes "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" die Auseinandersetzung mit der Thematik an der Schule auszuweiten und die Schülerschaft auf diese Weise zu informieren. Dabei soll ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden. Die konkreten Aufgaben verändern sich mit jeder neuen Stufe des Projektes. Am Anfang haben wir mit Unterschriftenlisten für das Projekt geworben und sind durch die Klassen gegangen, um so ein Bekenntnis der Schüler zu den Werten wie Toleranz und Courage zu bekommen. Dann haben wir den Außenminister als Paten gewinnen können und anschließend einen Wettbewerb zu dem Thema des Projektes veranstaltet. Damit hat unser Projekt den Kreis der SV überschritten und alle Schüler wurden eingebunden. Die Ergebnisse dieses Wettbewerbes wollen wir Ihnen gerne anhand von ausgewählten Beiträgen veranschaulichen. Auch die Organisation der Zertifizierung bzw. die Vorführung und Prämierung der Beiträge wurde von Schülern übernommen. In Zukunft werden wir weitere Maßnahmen anstoßen und zum Beispiel ist eine "Wand für Courage" geplant. Auch dort ist es wieder das Motto, dass die Verantwortlichen die Strukturen organisieren und alle Schüler das Programm mit Leben füllen.

Projektverlauf

Unsere Motivation Toleranz und Vielfalt zu zentralen Themen der Arbeit der Schülervertretung zu machen, hat verschiedene Gründe. Jegliche Missachtungen dieser Werte rechtfertigen die Täter mit einer angeblichen moralischen Höherwertigkeit gegenüber den Opfern, welche sie aus anderem Aussehen oder verschiedener Herkunft ableiten. Diesem muss in der Schule und im Alltag entgegengewirkt werden. Der zweite Grund ist die individuelle Bereicherung des Einzelnen, wenn er nicht nur die Freude der eigenen Kultur genießt, sondern sich der Vielfalt der Traditionen bedient. Die Bedeutung kann auch aus dem Motto unserer Schule abgelesen werden (HVG: Herausforderung, Vielfalt und Gemeinschaft).
Gestärkt von dem Bekenntnis der gesamten Schülerschaft zu den Werten haben wir direkt die Klassen in das Projekt eingebunden. Im ersten Schritt wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, der es den Schülern ermöglicht, dass sie das Thema Rassismus erarbeiten und ihre Eindrücke und Botschaften künstlerisch umsetzen. Die Botschaft, dass wir Rassismus nicht in unserer Mitte haben wollen, und der Appell, dass Vielfalt uns bereichert, wurde in vielfältiger Form umgesetzt. Wir haben unter anderem Legofilme, Fotostorys, Lieder, Märchen, Kurzgeschichten, Gedichte und Bilder bekommen. Die Ergebnisse werden in einer Schulversammlung vorgestellt und Preise im Namen unseres Außenministers Dr. Steinmeier als Paten übergeben. Anschließend werden wir sie auf einer Internetseite zugänglich machen. Für das nächste Jahr ist ein Wettbewerb um die kreativste Gestaltung einer Wand zu diesem Thema geplant.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Uns liegt Vielfalt am Herzen, da auch heute noch Menschen ausgeschlossen werden, weil sie nicht genauso wie die Mehrheit sind. Uns liegt Vielfalt am Herzen, weil sie eine Chance darstellt, um Menschen zu verbinden und den Einzelnen zu bereichern. Uns liegt Vielfalt am Herzen, weil sie zu wahrer Kunst inspiriert und Uniformität einfach langweilig ist.

Infos

Name der Einrichtung

Hermann-Vöchting-Gymnasium Blomberg

Website »

Ort

Blomberg

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

16

Bülent Ceylan besucht das Hermann-Vöchting-Gymnasium in Blomberg