Wettbewerb 2013-2014 | Kategorie: Schülervertretung

Mädchen für Migranten

Jedes Schuljahr gehen ca. 15 unserer "Mädchen für Migranten" an Grund- und Mittelschulen der Kreisstadt Bad Tölz und helfen dort Kindern mit Migrationshintergrund vielfältig, regelmäßig und rein ehrenamtlich. Wir helfen und ermöglichen Freundschaften zwischen Einwanderern und Einheimischen. Wir möchten, dass auch Migranten eine gute Ausbildung und Zukunft bekommen und nicht ausgegrenzt werden.

Projektziele

Wir möchten kleineren Kindern mit Migrationshintergrund, denen es in der Schule nicht gut geht, helfen. Durch unsere Arbeit haben die Grundschulkinder bessere Chancen, auf weiterführende Schulen zu kommen. Sie verbessern ihre Sprachkenntnisse, bekommen mehr Selbstvertrauen und werden gestärkt.
Wir lösen Vorurteile gegen Einwanderer auf und schaffen ein friedliches Miteinander in unserer Region.

Aufgabe der Jugendlichen

Wir gehen regelmäßig an die Grund- und Mittelschulen von Bad Tölz und betreuen dort regelmäßig Kinder mit Migrationshintergrund (Hausaufgaben, Basteln, Spielen und Ausflüge).

Projektverlauf

Unsere katholische Mädchenschule wurde früher von Nonnen des Ursulinen-Ordens geleitet. Die Ordensgründerin war in der frühen Neuzeit die Italienerin Angela Merici. Vor ca. fünf Jahren hatten wir in Sozialkunde das Thema "Migration" und fragten uns, wie sich die Italienerin Angela Merici ohne ein Wort Deutsch bei uns fühlen muss. Bald hatten wir die Idee zu einer Projektgruppe "Mädchen für Migranten", die für heutige Kinder mit Migrationshintergrund etwas tun wollte. Wir nahmen Kontakt mit Grund- und Mittelschulen in Bad Tölz auf. Die Leiter dieser Schulen waren von unserer Idee sehr angetan, sodass wir bald eine erste Projektgruppe ausschicken konnten. Seit mehreren Jahren gehen regelmäßig Mitglieder unseres Teams nach Bad Tölz, wo wir mit den Grundschulkindern arbeiten. Wir führen die Nachmittagsbetreuung durch, spielen und basteln mit den Kindern, machen gemeinsame Ausflüge. Eine Grundschullehrkraft erzählte uns einmal, dass der schönste Wochentag für ihre Kinder der ist, an dem wir mit ihnen arbeiten. Dann strahlen die Augen der Kinder und auch unsere. Was uns auch freut, ist, dass viele unserer Betreuten, die oft in nicht ganz so privilegierten Stadteilen von Bad Tölz wohnen, es wirklich auf eine weiterführende Schule schaffen.
Unser Projekt kann auch woanders nachgemacht werden. Wichtig ist die enge Kooperation mit den Partnerschulen. Man sollte sich längerfristig engagieren wollen. Die Grundschulkinder sind sehr froh, dass wir ihnen helfen. Man lernt aus unserem Projekt, dass Integration vor Ort beginnt und wir selbst etwas für die gemeinsame Zukunft tun können.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Unsere Betreuten kommen aus vielen Ländern. Wir schätzen die kulturelle Vielfalt, die wir durch unsere Arbeit erfahren. Wir lösen durch die Erfahrungen Vorurteile aus unserer Umgebung "Fremden" gegenüber auf. In unserer Projektgruppe sind einige Schülerinnen aus binationalen Ehen, die mehrsprachig und mehrkulturell sind. Wir sehen, dass "deutsch" jetzt interessanter und bunter ist. Und das ist gut so.

Infos

Name der Einrichtung

St.- Ursula-Gymnasium Schloss Hohenburg

Website »

Ort

Lenggries

Bundesland

Bayern

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

15