Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Musik/Kunst/Theater

NEUgeDENKEN - Gedenken neu denken?

22 Schülerinnen und Schüler des Helmut-Schmidt-Gymnasiums - im Alter zwischen 16-18 Jahren - haben es sich mit diesem Projekt zur Aufgabe gemacht, für das Menschsein einzustehen und gegen jegliche Formen von Ausgrenzungsmechanismen vorzugehen.
Hierfür setzen sie sich mit verschiedenen Genoziden auseinander und suchen nach neuen Gedenkformaten bzw. stellen diese in Frage, um zu einer gemeinsamen Gedenkkultur zu gelangen.

Projektziele

- Sensibilisieren für das Thema Holocaust und Gedenken in Deutschland
- Auf Gedenktage aufmerksam machen
- Neue Formen des Gedenkens zum Diskurs stellen
- Einbeziehung der Lebenswirklichkeit von Heranwachsenden, die keinen direkten Bezug zu dieser schrecklichen Zeit haben, um alle zu erreichen
- Gegen jegliche Formen von Rassismus, Antisemitismus und Antimuslimischen Rassismus vorzugehen

Aufgabe der Jugendlichen

- Selbstorganisation in einer Theater AG
- Organisierung von Gedenkaktionen
- Performance Aktionen
- Diskussionsformate im Stadtteil
- Kunstausstellungen und Lesungen

Projektverlauf

Angesichts einer mittlerweile salonfähigen Sprache des Rechtspopulismus & den surreal anmutenden Bildercollagen aus Vergangenheit & Gegenwart, die wir in diesem Jahr unter anderem in Chemnitz mit ansehen mussten, stellt sich die Frage, ob wir in Deutschland aus unserer dunklen Geschichte eine Lehre gezogen haben.
Mit dem Projekt #NEUgeDENKEN - Gedenken neu denken? gehen 22 SchülerInnen des Helmut Schmidt Gymnasiums genau dieser Frage nach, um aus der Geschichte zu lernen & gegen jegliche Formen von Ausgrenzungsmechanismen vorzugehen.
Der Schwerpunkt „Holocaust“ steht hierbei nicht nur sinnbildlich für die systematische und industrialisierte Grausamkeit der Moderne, sondern bildet auch faktisch nach der Überwindung des dunklen Mittelalters und der Sklaverei, hin in eine aufgeklärte Welt, einen Einschnitt in der Menschheitsgeschichte. Eine Zäsur, die niemals überwunden werden kann und die Formen des Gedenkens in unserer heutigen Zeit vor neue Herausforderung stellt. Für unsere Jugendlichen ist die Antwort darauf aber simpel: persönliche Zugänge.
Hierfür haben sich die Jugendlichen somit durch biografische Zugänge (über Genozide in Halabscha, Srebrenica und Ruanda) mit dem Holocaust auseinandergesetzt, um die Unvergleichbarkeit & Wichtigkeit für die Gegenwart & Zukunft zu verdeutlichen.
Das Projekt ist bemerkenswert, da ausnahmslos alle Jugendlichen einen Migrationshintergrund aufweisen! Keiner hat biografische Bezugspunkte zu unserer dunklen deutschen Geschichte, dennoch haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, für das Menschsein & das Gedenken in Deutschland einzustehen

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Die Vielfalt in der Herkunft der Jugendlichen ist der Auslöser dieser Projekts.

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Infos

Name der Einrichtung

Helmut-Schmidt-Gymnasium

Website »

Ort

Hamburg

Bundesland

Hamburg

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

18