Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Musik/Kunst/Theater

Why should I care about your history?

Ein bilaterales Theatergroßprojekt innerhalb einer Kampagne, das sich zwischen Deutschland und Israel mit Identitätskonzepten, Zugehörigkeit sowie Erinnerungs- und Gedenkkultur auseinandersetzt, um den aktuellen gesellschaftlichen Bedarfen in Hamburg und deutschlandweit gerecht zu werden.

Projektziele

Vorurteile, Verschwörungstheorien, Halbwissen und die eigenen Biografien sollen hierbei in Hamburg-Wilhelmsburg und in Sderot sowie Tel Aviv aufeinanderprallen.
Es handelt sich hierbei um ein Projekt, das innerhalb einer groß angelegten Kampagne mit den ProjektteilnehmerInnen und dem jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld ins Gespräch kommen soll und eine Auseinandersetzung einfordert!
Durch Theater, Kunst und Musik soll über die Sprachbarrieren hinweg - im Umgang mit der eignen und fremden Geschichte - neue Geschichte geschrieben werden!

Aufgabe der Jugendlichen

- Organisieren Ausstellungen, Performance Aktionen, Diskussionsforen, Lesungen, Poetry Nights, Gedenkaktionen

Projektverlauf

Angesichts einer mittlerweile salonfähigen Sprache des Rechtspopulismus und den surreal anmutenden Bildercollagen aus Vergangenheit und Gegenwart, die wir unter anderem in Chemnitz mit ansehen mussten, stellt sich immer wieder die Frage, ob wir in Deutschland aus unserer dunklen Geschichte eine Lehre gezogen haben?

Mit dem Projekt „Was geht mich eure Geschichte an?" soll jenen Fragestellungen nachgegangen werden, um einerseits gesellschaftliche Phänomene der Ausgrenzung, Segregation und Radikalisierung zu verstehen und andererseits aus der Geschichte zu lernen, um in der Gegenwart und Zukunft gegen jegliche Formen von Ausgrenzungsmechanismen vorzugehen.

Die Themen Deutschsein, Identität und Heimat werfen nämlich immer wieder ganz eindringliche Fragen hinsichtlich der Zugehörigkeit unserer Jugendlichen in Wilhelmsburg auf. „Fragen“, die am Beispiel von Mesut Özil und der #MeTwo-Debatte umso eindringlicher eine deutschlandweite Diskrepanz in der Wahrnehmung und Erfahrung von Identität und Akzeptanz von Deutschen mit Migrationshintergrund verdeutlichen.

Einen weiteren nicht zu unterschätzenden Faktor bildet hierbei die Wahrnehmung und die Debatte um die Zugehörigkeit des Islams in und zu Deutschland. Eine Debatte, die nämlich im Rahmen von Antisemitismus-Vorwürfen gegenüber Muslimen bzw. Geflüchteten erneut thematisiert und durch radikale Gruppierungen instrumentalisiert wird.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Die Vielfalt des Projekts liegen in dem Austausch und in der Tatsache, dass Vorurteile und Stereotypen dargestellt und hinterfragt werden, die im Idealfall zu einem theaterästhetischen Streit- und Versöhnungsgespräch zwischen den vielen Stimmen in Deutschland und Israel führen könnten. 
Das gesamte Projekt basiert auf dem Aspekt des Diskurses, der durch verschiedene künstlerische Zugänge Brücken schlagen soll. Kontroverse Themen sind hierfür grundlegend, denn indem sie eine Diskussion einfordern, machen sie eine Auseinandersetzung notwendig.

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Infos

Name der Einrichtung

Helmut-Schmidt-Gymnasium

Website »

Ort

Hamburg

Bundesland

Hamburg

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

17