Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Projektwochen/AG´s/Seminare & Co

„Let’s Play Elsewhere“

Kunst spricht alle Sprachen - auch ohne Worte! Gemeinsames Gestalten und Erleben verbindet - unabhängig der Herkunft! Wir schaffen ein gemeinsames Video, schaffen etwas Neues, lassen das Unterschiedliche hinter uns und betonen das Verbindende. Alle bringen sich ein, jeweils mit den eigenen Stärken, alle sind wichtig für das gemeinsame Ziel.
Das Projekt hat die Bereiche Drehbuch, Choreographie, Kostüm-/Bühnenbild, Film sowie Ausstellung der Ergebnisse. Alles liegt in der Hand der Jugendlichen, die Erwachsenen unterstützen nur. Wir planen, tanzen, filmen und entscheiden, was ins Video kommt.

Projektziele

Wir schaffen eine Gemeinschaft, denn wir kommen aus unterschiedlichen Klassen. Wir entdecken und zeigen etwas von uns, was wir noch nicht kennen. Wir sehen, wie sehr ein Video ein künstliches, künstlerisches Produkt ist. Weil unser Video in der Kürze der Zeit nur gemeinsam gedreht werden kann, müssen alle mitmachen, müssen alle sich absprechen und vereinbaren, müssen das dann einhalten, müssen unterschiedliche Ideen zu einer Gemeinsamen zusammengeführt werden. Wir müssen einen gemeinsamen Ausdruck finden, eine gemeinsame Sprache jenseits des Alltäglichen. Wir erleben, auch wir können Kunst.

Aufgabe der Jugendlichen

Erstellung eines Musikvideos mit Erstellung der Choreografie, Auswahl und Anordnung der Requisiten sowie Durchführung und Filmen der Umsetzung der Szenen sowie der filmischen Dokumentation des Entstehungsprozesses des Musikvideos.

Projektverlauf

Unsere Schule hat 2015 mit der Beschulung von Geflüchteten begonnen, zunächst in eigenen Klassen. Von Anfang an war tragendes Ziel, diese neue Schülergruppe sich als gleichberechtigtes Element der Schulgemeinschaft erleben zu lassen. Zur Überwindung der Fremdheit haben wir nach Projekten gesucht, in denen Geflüchtete und Nichtgeflüchtete unabhängig vom Sprachstand ein "Produkt" schaffen, das sie nur gemeinsam erstellen können. Thema und Inhalt sollen so gewählt sein, dass sie für alle Beteiligten "fremd" sind. Verschiedene Aufgabenstellungen im Zusammenhang mit der "Produkt-"Erstellung sollen sicherstellen, dass ganz unterschiedliche Talente gefordert sind, sodass alle Beteiligten sich wohlfühlend produktiv einbringen können und zugleich die Chance haben, ganz neue Facetten an sich zu entdecken bzw. zeigen zu können. Im Zusammenhang mit anderen Integrationsprojekten sind wir mit dem Kunstverein Göttingen und dem Göttinger Kommunikations- und Aktionszentrum (KAZ) zusammengekommen. Wir haben nun schon im dritten Jahr eine Projektwoche gestaltet, in der ein eigenes (Kunst-)Werk erstellt wird. Entsprechend der wechselnden Themenstellung sind jeweils passend Künstler und andere Experten eingebunden, die in der Interaktion mit den Schülern diese selbst aktiv werden lassen. Für die meisten Schüler ist es eine ganz neue Erfahrung mit Kunst und ein erster, ganz persönlicher Zugang zu einer neuen Welt. Insofern ist das Prinzip, "das Fremde überwinden" dieser Projekte vielgestaltig zu verstehen: persönlich, interaktiv-sozial, thematisch.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Die Welt ist bunt, unsere Schule ist bunt. Das wollen wir als Bereicherung erleben und zum Selbstverständnis machen, dass das Fremde zu überwinden etwas Gutes ist. Da aber die Neigung von Menschen ist, sich in den bereits bekannten Gruppen zusammen zu finden, braucht es einen Anlass, Fremde zu integrieren. Gemeinsame, positive Erlebnisse helfen, diese Schranke zu überwinden. Das gesteuerte Zusammenkommen im Projekt hat dazu geführt, sich auch außerhalb von Schule zu treffen, Freundschaften sind entstanden. Kulturelle Unterschiede werden erkannt, als Teil des Freundes anerkannt, akzeptiert.

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Infos

Name der Einrichtung

BBS 1 Arnoldi-Schule Göttingen

Website »

Ort

Göttingen

Bundesland

Niedersachsen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

18