Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Projektwochen/AG´s/Seminare & Co

Eine Schule mit Courage, eine Schule ohne Rassismus

Unser Projekt beschäftigt sich mit dem Thema Rassismus und Vielfalt. Bei einem sogenannten "Weltfrühstück" soll jede Klasse ein Land repräsentieren und ein traditionelles Gericht des Landes bereitstellen, welches die restliche Schülerschaft probieren darf. Somit wird eine neue Kultur von den Schülern nun alternativ entdeckt - sie wird "erschmeckt". Bei diesem Ereignis sollen Schüler und Schülerinnen unterschiedlicher Klassenstufen ins Gespräch kommen - Hier sollen also nicht nur die Grenzen zwischen den verschiedenen Kulturen, sondern auch der unterschiedlichen Altersgruppen überwunden werden.

Projektziele

Bei unserem Projekt unterscheiden wir zwischen kurzfristigen und langfristigen Zielen. Kurzfristig möchten wir den Titel „Schule mit Courage, Schule ohne Rassismus“ erhalten und diesen mit Leben bzw. Inhalten füllen. Außerdem wollen wir ein Schul- und Fachcurriculum erstellen. Langfristig ist es unser Ziel die Schulkultur und das Schulklima der Vielfalt und Toleranz zu etablieren und durch Curricula vorzuleben bzw. im Unterricht und im Alltag bewusst zu machen.

Aufgabe der Jugendlichen

- Initiierung neuer Ideen
- Bekanntmachung neuer Projekte bei der Schülerschaft
- Mithilfe bei der Organisation der Projekte
- das Meinungsbild der Schüler zu einem Projekt analysieren
- weitere Jugendliche von der Idee "eine Schule ohne Rassismus" überzeugen
- Ausführung der Projekte (beispielsweise ein Projekt zur Aufklärung des Begriffs "Rassismus" für Fünftklässler ausgeführt von Schülerinnen der Oberstufe)

Projektverlauf

Auslöser für die Gründung unserer AG waren Schmierereien mit Hakenkreuzen auf dem Schulgelände und der Austausch nationalsozialistischer Parolen in einer WhatsApp-Gruppe. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler waren sich über das Ausmaß ihrer Handlungen nicht bewusst: daher steht bei uns nun die Aufklärung über Rassismus, Vielfalt und Toleranz deutlich im Fokus. Das Weltfrühstück wurde bereits an einer weiteren Schule mit Erfolg durchgeführt, was uns dazu motivierte dies auch an unserer Schule auszuprobieren. Mit Erfolg haben wir das Weltfrühstück schließlich im Frühjahr 2019 an unserer Schule umsetzen können und mit zwei weiteren Aktivitäten verbunden: Dem Besuch jüdischer Jugendlicher, die von deren Kultur und Alltagserfahrungen berichten, einem Gottesdienst zum Thema "Toleranz und Vielfalt" und einem Zeitzeugengespräch mit dem Altbürgermeister der Stadt Schönau bezüglich des Nationalsozialismus. Da das Weltfrühstück jedoch für die gesamte Schülerschaft an diesem Tag das bedeutendste Ereignis darbot, haben wir uns als AG dazu entschlossen diese Aktivität im Jahr 2020 zu wiederholen und vermutlich zukünftig jährlich zu veranstalten. Hierbei ist es uns wichtig, dass die Schüler die Bedeutsamkeit der Vielfalt in einer Gesellschaft erkennen und zu schätzen lernen. Selbstverständlich kann dieses Projekt an anderen Schulen mit einfachen Mitteln durchgeführt werden. Gerade, dass Kinder durch Kinder auf die Wichtigkeit von Toleranz und Vielfalt aufmerksam gemacht werden, ist das besondere an unserem Projekt: Wir erschaffen ein Pendant zur gewöhnlichen Unterrichtsatmosphäre.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Vielfalt und Toleranz sind die Grundbausteine einer funktionierenden Gesellschaft. Auch an unserer Schule möchten wir unseren (Mit)schülern diese Werte vermitteln und deren Wichtigkeit verdeutlichen. Mit einfachen Beispielen wie Vielfalt in der Musik, Vielfalt beim Essen oder der Vielfalt der Tiere wollen wir aufzeigen, dass die Welt vielfältig sein muss, damit sie interessant werden kann. Über die Vielfalt der verschiedenen Kulturen und Menschengruppen muss unserer Meinung nach zunächst aufgeklärt werden, damit eine Basis für die Akzeptanz der Vielfalt bei den Schülern geschaffen werden kann.

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Infos

Name der Einrichtung

Gymnasium Schönau

Website »

Ort

Schönau im Schwarzwald

Bundesland

Baden-Württemberg

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

17