Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Verein/Verband

Seventeen Tandem

In unserem Projekt geht es um die zwanglose Begegnung von Jugendlichen unterschiedlicher Kulturen mit und ohne Fluchtgeschichte. In gemeinsamen Gesprächen können Erfahrungen ausgetauscht, Sorgen, Wünsche und Meinungen thematisiert und im Idealfall neue Kontakte und Freundschaften geknüpft werden.
Die lockeren gemeinsamen Runden in denen größtenteils deutsch gesprochen wird bieten zudem die Möglichkeit, die neue und vielleicht noch fremde Sprache besser zu lernen und im Austausch mit anderen zu üben.

Projektziele

Das Projekt soll Jugendlichen mit Fluchtgeschichte, aber auch Jugendlichen ohne einen solchen Hintergrund eine Anlaufstelle bieten, wo sie sich treffen, miteinander reden und gemeinsame Interessen entdecken, verfolgen und umsetzen können.
Den Jugendlichen die neu in unserem Land sind soll das Ankommen erleichtert werden und es wird ein Rahmen geschaffen, in welchem sie ganz ungezwungen die deutsche Sprache üben können und sich mit anderen Kids über ihre Erfahrungen austauschen können. Außerdem wäre es schön, wenn auf lange Sicht neue interkulturelle Beziehungen und Verständnis entstünden.

Aufgabe der Jugendlichen

Die Jugendlichen wählen die im Rahmen des Projekts stattfindenden Aktionen selbst aus und planen auch selbstständig den Einkauf evtl. anfallender Materialien sofern dies umsezbar ist. Etwaige Materialien werden arbeitsteilig besorgt.







Überlegungen zur Durchführung der geplanten Aktionen werden ebenfalls von den Jugendlichen durchgeführt. Entscheidungen werden per Mehrheitsentscheid demokratisch getroffen.

Projektverlauf

Ursprünglich wurde das Projekt Seventeen Tandem mit dem Ziel ins Leben gerufen, (Lern-)partnerschaften zwischen Jugendlichen mit Fluchtgeschichte und deutschen Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren zu etablieren. Die jungen Geflüchteten sollten so die Möglichkeit bekommen von Muttersprachlern Hilfe beim Lernen der deutschen Sprache und der Bewältigung von Hausaufgaben und Ähnlichem zu erhalten, sowie erste Kontakte zu knüpfen. Auslöser bzw. Initiatorin des Projekts war die kulturelle Koordinatorin der Gemeinde Stuhr, welche das Projekt seither als eine der Verantwortlichen begleitet und maßgeblich zur Entwicklung beigträgt. Das Projekt wurde seitdem ein wenig angepasst und, den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechend, in eine offene Begegnungsrunde für Jugendliche aller Kulturen/ Nationalitäten umgewandelt. Mittlerweile hat sich eine feste Stammgruppe von 8 bis 12 Teilnehmer*Innen gefunden, die sich einmal wöchentlich trifft, in der über Erlebnisse der vergangenen Woche gesprochen wird und gemeinsame Aktionen geplant und durchgeführt werden. Die nächste ist bspw. ein gemeinsamer Kochabend, in dessen Rahmen ein gemeinsames "interkulturelles Kochbuch" mit Rezepten aus verschiedensten Ländern erstellt werden soll. Evtl. wird diese Aktion noch um ein Bekochen einer sozialen Einrichtung in der Nähe mit eben jenem Kochbuch ergänzt. Unserer Meinung nach kann unser Projekt in jeder anderen Schule/ Einrichtung umgesetzt werden, an der sich interessierte Jugendliche finden lassen und man kann lernen, dass Unterschiede nicht nur trennen, sondern auch verbinden können!

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Vielfalt spielt in unserem Projekt schon alleine durch unsere Zielgruppe (Jugendliche aller Kulturen und Nationalitäten) eine große Rolle. Darüber hinaus glauben wir, dass die Vielfalt das Leben interessant macht. Gerade die unterschiedlichen (neuen) Bräuche, Kulturen, Weltanschauungen und Standpunkte die man im Rahmen eines solchen Projekts kennenlernen kann sind die Dinge, welche die Sache so spannend machen. Denn wenn alle gleich wären, gäbe es ja nichts Neues mehr zu entdecken. Die Vielfalt bietet viele neue Blickwinkel und Erfahrungen und muss deshalb unbedingt gefördert werden!

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Infos

Name der Einrichtung

Treffpunkt Sie(h)da

Ort

Stuhr

Bundesland

Niedersachsen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

15