Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Verein/Verband

Die Gedanken sind frei! Filmprojekt für und mit Dortmunder Jugendlichen

„Jede Person hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit“, so heisst es in der Europäischen Menschenrechtskonvention. Für uns ist dies heute selbstverständlich. In vielen Teilen der Welt müssen Menschen um ihr Leben fürchten, wenn sie den „falschen“ Glauben haben. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Glaubens- und Gewissensfreiheit auch bei uns nicht immer selbstverständlich waren. Wir begeben uns in der Hugenottenstadt Karlshafen und der Klosterstadt Helmarshausen auf eine Reise in die Vergangenheit und entwickeln daraus eine Filmidee.

Projektziele

Unser Film soll andere junge Menschen anregen, über die Wichtigkeit von Glaubens- und Gewissensfreiheit nachzudenken. Er soll ihnen aber auch zeigen, wie sie Zukunft gestalten können und dass es an ihnen liegt, sich für die Menschenrechte einzusetzen und sie zu bewahren. Der Film wird nach der Premiere inklusive Begleitmaterial öffentlich zur Verfügung gestellt und in Schulen und Jugend(verbands)einrichtungen aufgeführt. Mitwirkende Jugendliche berichten begleitend über ihre Motivation und die Entstehung des Films.

Aufgabe der Jugendlichen

Die Jugendlichen erarbeiten Filmideen für einen Film mit dem Titel "Die Gedanken sind frei!" Mit Unterstützung der Expert*innen soll daraus ein Film entstehen. Eine Teilgruppe ist für ein begleitendes Making-Off verantwortlich. Mit Unterstützung der Filmprofis übernehmen wir viele Aufgaben beim Dreh: Kostüme, Maske, Ton, Kamera, Einrichtung der Drehorte und sind natürlich vor der Kamera als Schauspieler*innen aktiv.

Projektverlauf

Das Projekt ist Teil der „Botschafter*innen der Erinnerung“. Wir engagieren uns für die Menschenrechte und gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit und setzen uns aktiv mit den Menschenrechten auseinander. Wir übernehmen Verantwortung für den Generationenwechsel in der Erinnerungsarbeit und wahren das Vermächtnis der letzten Überlebenden.
Unterstützt von der Expertin Erika Rosenberg, der Nachlassverwalterin von Oskar und Emilie Schindler, und der Expertin Dorothe Römer, Nachfahrin eines Hugenottenpfarrers, haben wir die Gegend um Karlshafen/Helmarshausen erkundet. Wir waren dabei immer auf der Suche nach Filmideen und haben sie gefunden: Wie würden die Grimmschen Märchen heute aussehen? Daraus entstand die Idee das Märchen von Rapunzel mit einem gleichgeschlechtlichen Liebespaar neu zu erzählen. Französische Dragoner haben Hugenott*innen niedergemetzelt! In unserer Liebesgeschichte gelingt es einer Hugenottin und einem Dragoner den Hass zu überwinden. Das Evangeliar Heinrich des Löwens (teuerstes Buch der Welt) entstand in Helmarshausen. Unsere Geschichte beschreibt eine Zeitreise rund um dieses Buch. Der Völkermord an den Juden wurde von der Bevölkerung unterstützt. In unserer Geschichte zeigen Menschen Zivilcourage und verstecken Jüdische Menschen. Wie wäre es, wenn ein selbstbewusstes Mädchen des 21. Jahrhunderts im Mittelalter landet? Unsere Geschichte erzählt von dieser Zeitreise. Der Film soll im Jahr 2020 gedreht werden. In den Herbstferien 2019 haben wir einen Imagefilm gedreht der unsere Geschichten beschreibt. Er wird Anfang Dezember fertig sein.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Die aktive Auseinandersetzung mit den Schrecken der NS-Diktaur eint uns. Die millionenfache Ermordung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, politischen Überzeugung, sexuellen Orientierung, .... ist das grösste Verbrechen in der Geschichte der Menschheit. So etwas darf NIE WIEDER! geschehen. Wir sind dankbar für die Freiheit, in der wir leben können. Unser Gruppe besteht aus ganz unterschiedlichen Menschen die einander akzeptieren wie sie sind. Das ist gut so und soll auch so bleiben. Diese Vielfalt ist uns wichtig und wir wollen sie aktiv erhalten.

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Infos

Name der Einrichtung

Jugendring Dortmund

Website »

Ort

Dortmund

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

17