Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Jugendeinrichtung

Fremd - ein Multical

Eine Bühnenaufführung mit vielen Stilelementen (Theater, Musik, Gesang, Poetry, Breakdance, Ausdruckstanz, Streetdance, Beatboxen, Rap, Videoinstallation) zum Thema Fremdsein.
Es wurden Szenen mit unterschiedlichen Facetten (Migration, Gender - fremd fühlen im eigenen Körper, Mobbing, Held sein, Spielsucht) entwickelt und dargestellt.

Projektziele

Umgang mit dem Thema Fremdsein.
Ängste sich zu öffnen überwinden.
Selbstbewusster werden.
Musisch/künstlerische Skills verbessern.
Gemeinsamkeiten finden und die Teamfähigkeit stärken.

Aufgabe der Jugendlichen

Entwicklung der Inhalte
Ausgestaltung der Szenen
Aufführung

Projektverlauf

Wir waren über 50 Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren, die sich an dem Projekt beteiligt haben. Alle haben sich bereits an anderer Stelle in den Bereichen Theater, Musik und Tanz aktiv betätigt.
Etwa die Hälfte der Jugendlichen ist in einer Gestalten AG (Theater, Gesang, Poetry), die nachmittags an der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten läuft. Die anderen sind Teilnehmer in unterschiedlichen Tanz-, Musik- und Mediakursen (Breakdance, Ausdruckstanz, Streetdance, Rap, Beatboxen, Bandmusik, Poetry Slam, Videoinstallation) aus dem Jugendzentrum Bruno-Bröker-Haus.
Es wurden fünf Geschichten erzählt, die sich auf das Thema ‚Fremdsein‘ beziehen. Wir Jugendlichen haben uns Geschichten überlegt und mit den Inhalten Flucht, Mobbing, Held sein, Gender und Spielsucht gefüllt. Angeleitet wurden wir von drei professionellen Theaterpädagoginnen. Gemeinsam haben wir dann diese Inhalte in Szene gesetzt.
Ein ¾ Jahr haben wir in kleinen und größeren Gruppen geprobt und dies schließlich zu einem atemberaubenden Ergebnis auf die Bühne gebracht.
Wir Protagonisten waren alle in schwarz gekleidet und kaum zu unterscheiden. Zwischen den Szenen standen wir so auf der Bühne, mit körperlicher Spannung und sehr aufgeregt.
Dieses Projekt hat uns die Angst genommen, uns zu öffnen und unsere Gefühle anderen mitzuteilen. Wir sind alle viel selbstbewusster geworden.
Die Aufgabe der Anleiterinnen und Trainer war es uns unsere ‚Handschellen‘ und ‚Mundpflaster‘ zu lösen – unsere Aufgabe war es, dies zuzulassen. So entstanden Szenen mit Geschichten, die uns berührten.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Als wir mit dem Projekt gestartet sind waren wir ganz unterschiedliche junge Menschen, die nicht viel miteinander zu tun hatten. Aber wir haben uns ausgetauscht und sind uns so viel nähergekommen. Über eine WhatsApp-Gruppe haben wir uns über Termine verständigt und sonstige Angelegenheiten geregelt. Diese WhatsApp-Gruppe hieß FREMD. Kurz vor der Aufführung hat jemand die Gruppe umbenannt in NICHT MEHR FREMD.

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Infos

Name der Einrichtung

Bruno-Bröker-Haus

Ort

Ahrensburg

Bundesland

Schleswig-Holstein

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

16