Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Musik/Kunst/Theater

„Gemeinsam für ein besseres Miteinander - Schubladendenken war gestern!? - ein interaktives Nachdenkprojekt

Wir wollen Gemeinsamkeit fördern und einer Radikalisierung entgegen wirken. Deshalb haben wir mit Schülern unterschiedlichster Herkunft und Religion ein Kunst-, Geschichts- und Hörspielprojekt zum Thema Ausgrenzung erarbeitet.

Projektziele

Wir wollen an unserer Schule, mit 65% SchülerInnen mit Migrationshintergrund, das gemeinsame respektvolle Miteinander und Auf-einander-achten fördern.
Wichtig ist es uns, mit unseren Projekten auf Missstände in Gesellschaft vor allem im Bereich von Ausgrenzung und Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen und ein Verständnis dafür untereinander zu schaffen.
Wir wollen ein Nachdenken und eine Änderung im Denken und Handeln bei SchülerInnen, Eltern und Publikum in Gang setzen.

Aufgabe der Jugendlichen

Als erstes beschäftigten sich alle beteiligten SchülerInnen mit dem Thema Ausgrenzung in der NS-Zeit mit Hilfe von Filmen Dokumentationen, Besuch der Gedenkstätten Buchenwald, bzw. Dachau, der Sonderausstellung „Schaffung einer Herrenrasse“ und Diskussionen über offenen und verdeckten Rassismus und Ausgrenzung heute.
Im zweiten Schritt wurde im Unterricht in den Fächern Kunst, Geschichte, Religion und der TheaterAG / AG Schule ohne Rassismus an den Teilprojekten gearbeitet, eigenständig recherchiert und erstellt.
Für das Hörspiel wurde in der TheaterAG und der AG Schule ohne Rassismus mit intensiven Improvisations- und Sprechübungen geprobt und im Anschluss in einem zweitägigen Marathon aufgenommen, Ton und Musik gesucht, vertont und geschnitten.
In zwei großen Projektpräsentationen zeigten wir unsere Ergebnisse den Mitschülern und der Öffentlichkeit.

Projektverlauf

Ein Schülerwettbewerb in Hof „Juden in Hof“ brachte uns auf die Idee.
Die Beschäftigung mit dem Schicksal der jüdischen Bevölkerung in der NS-Zeit soll sensibilisieren und gleichzeitig erkennen lassen, dass Ausgrenzung auch heute noch mit den gleichen Begründungen stattfindet und wir gemeinsam dagegen angehen müssen.
Weiteres Ziel ist es, die Einzelprojekte öffentlich zugänglich und nutzbar zu machen.

Ergebnisse:

1. Kunstprojekt – Portraits
Portraits jüdischer bekannter Persönlichkeiten mit Kurzlebensläufen
2. Landkarte „Flucht und Zuflucht“
Wohin flohen Juden aus Hof in der NS-Zeit? Von wo fliehen heute Menschen nach Hof?
3. zweiteiliges Hörspiel (je ca 20 min )
Teil 1: „Entwicklung des Boykotts jüdischer Mitbürger in Deutschland und Hof“
Erfahrungen von jüdischen Mitbürgern vom Nicht-Glauben-Können über Realisieren bis zur Flucht.
Teil 2: „Leben und Schicksale der fünfköpfigen jüdischen Familie Franken aus Hof“
Lesung von Auszüge der Originalniederschriften
4. Schubladenkommode „Ausgrenzungsschicksale –Schweigen nutzt dem Täter nicht dem Opfer“ Einzelschicksale zum Thema Ausgrenzung damals und heute .
5. Interview „Flucht und Zuflucht heute“
-zwei Schülerinnen unserer Schule berichten von ihrem Land, ihrer Flucht und Deutschland.

Von unserem Projekt kann man lernen, dass wir aktiv gemeinsam gegen Vergessen und Wiederholung angehen müssen und können!
Eine Umsetzung in einer anderen Einrichtung ist gut möglich.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

SchülerInnen unterschiedlichster Herkunft und Religion haben gemeinsam an einem Projekt gearbeitet. Auf unterschiedlichste Art haben wir uns dem Thema genähert, um Jugendliche mit ihren unterschiedlichsten Fähigkeiten einzubinden und von einander zu lernen. Nur durch das Akzeptieren von Anderssein von beiden Seiten kann Vielfalt zu einem friedlichen Miteinander werden. Akzeptierte Vielfalt ist ein Gewinn für jede Gesellschaft!

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Infos

Name der Einrichtung

Münster Mittelschule Hof

Ort

Hof

Bundesland

Bayern

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

15