Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Verein/Verband

Gemeinsam Aufwachsen in Essen

Das interkulturelle und soziale Begegnungsprojekt „Gemeinsam Aufwachsen in Essen“ bringt einheimische und geflüchtete Kinder und Jugendliche zusammen, schafft neue Freundschaften und gegenseitigen Respekt. Die Teilnehmer*innen gestalten gemeinsam ein Freizeitprogramm, bei dem sie sich gegenseitig und auch die Stadt Essen besser kennenlernen. Denn nur wenn junge Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen lernen, sich auf „Augenhöhe“ zu begegnen, kann nachhaltige Integration in der Zukunft gelingen!

Projektziele

Durch das Projekt entstehen neue Freundschaften und Vorurteile werden gegenseitig abgebaut.
Dadurch wird das Zugehörigkeitsgefühl der Kinder und Jugendlichen gestärkt, um in der neuen Stadt wirklich anzukommen und sich zu Hause zu fühlen. Wichtig ist auch, dass sie nach dem Programm in Organisationen mitmachen und sich engagieren, dort wo sie ihre Interessen sehen oder ihre Talente entfalten können (z. B. im Sportverein, in der Theatergruppe oder in einem Chor singen).
Eine schöne Erfahrung ist es, dass die Begegnungen nachhaltig für jede*n Einzelne*n eine Veränderung im Denken verursacht.

Aufgabe der Jugendlichen

„Gemeinsam Aufwachsen in Essen“ ist das interkulturelle Begegnungsprogramm für einheimische und geflüchtete Kinder und Jugendliche in Essen, das Chancen für neue Freundschaften schafft und den gegenseitigen Respekt fördert. Junge Menschen erhalten spannende Möglichkeiten, gemeinsam ihre Kreativität und Selbstwirksamkeit zu entdecken, gesellschaftliche Teilhabe zu lernen und das ehrenamtliche Engagement zu erproben. Den Projektrahmen bietet die Ehrenamt Agentur Essen e.V., die Ideen für die Umsetzung entwickeln die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen unter Anleitung partizipativ.
Das Gruppenprogramm umfasst soziale und kulturelle Angebote zur Stadtteilerkundung, zum Naturschutz, zum Engagement-Lernen und vieles mehr. Durch wöchentliche Gemeinschaftsaktivitäten in Kleingruppen von 10 Personen (Fünf Einheimische - Fünf Geflüchtete) verschiedener Altersgruppen (10-12 Jahre, 13-15 Jahre, 16-18 Jahre) erfahren die jungen Menschen die Chance zur Mitgestaltung und können ihre eigenen Ideen in das Programm einbringen. Jede Gruppe trifft sich 10 Mal (i. d. R nach der Schule für 3 h), wird von drei pädagogischen Fachkräften begleitet und von Beginn an in der Selbstorganisation gestärkt, so dass weitere Treffen von der Gruppe selbst initiiert werden können. Die Ideen der Kinder und Jugendlichen sind sehr vielfältig und reichen vom Picknick mit Fahrradtour bis zu Jugendzentrumsbesuchen oder zum Besuch eines Sportvereins, in dem sie selbst Mitglied sind.
Festgehalten werden die Ergebnisse und Erfahrungen in kreativer Form durch die Teilnehmenden. So entstanden u. a. ein selbstgedrehtes Youtube-Video, in dem einige Jugendliche von sich und ihrer Projekterfahrung berichtet haben (https://bit.ly/2ITllJd), eine selbstverwaltete Instagramseite (https://bit.ly/2XuwacX) oder ein Fotobuch.

Projektverlauf

Gegenseitiger Respekt und Achtung voreinander wächst nicht von alleine, sondern muss durch organisierte Begegnungsmöglichkeiten und gemeinsames Tun schon in der Kindheit gezielt initiiert werden. Daher werden seit Oktober 2016 einheimische und geflüchtete Kinder und Jugendliche in einem Freizeitprogramm zusammengebracht. Die Teilnehmenden werden direkt an ihren Schulen angesprochen und eingeladen. In einem Zeitraum von ca. 10 Wochen begegnen sich die Gruppen einmal wöchentlich für ca. 3 h. Das Programm unterteilt sich in drei Kategorien: Ausflüge, Stadtteilarbeit und Workshops. Die Ausflüge (z. B. Bowlen, Klettern etc.) dienen dazu, sich besser kennenzulernen und soziale Kompetenzen auszubauen. Ziel unserer Stadtteilerkundungen/Jugendhausbesuche ist es, das eigene Umfeld zu erkunden und dabei zu lernen, die eigene Freizeit selbst zu gestalten. Die Workshops zum Naturschutz, freiwilligen Engagement, Förderung von Kreativität oder Selbstwirksamkeit, ermöglichen den jungen Menschen, sich in Neuem auszuprobieren und sich weiterzuentwickeln. Ebenfalls gibt es Treffen, bei denen sich die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Herkunftsländern Geschichten erzählen und Eindrücke von ihrem Leben in Essen schildern können. Die Begegnung mit jungen Menschen aus verschiedenen Kulturen vermittelt Respekt und Akzeptanz füreinander und schafft die Basis für neue Freundschaften. Die Kosten des Projektes werden durch Spenden finanziert, sodass die Teilnahme kostenlos ist.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Unser Projekt bietet einen Begegnungsraum für einheimische und geflüchtete Kinder und Jugendliche.
Durch diese Begegnungen und die gemeinsame Freizeitgestaltung stehen die soziale und kulturelle Integration und das Verständnis füreinander im Vordergrund.
Wichtig ist hierbei, dass eine Begegnung auf Augenhöhe stattfindet, die nachhaltig ein freundliches gesellschaftliches Miteinander entstehen lässt.
Die Teilnehmenden bekommen Möglichkeiten, sich gemeinsam in verschiedenen Bereichen in ihrer Stadt zu beteiligen und einzubringen. „Gemeinsam Aufwachsen“ heißt: Vielfalt leben!

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Infos

Name der Einrichtung

Ehrenamt Agentur Essen e.V.

Website »

Ort

Essen

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

14