Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Jugendeinrichtung

Heimatklänge"

Im Projekt HEIMATKLÄNGE entstanden Stationen einer Klanginstallation, die einen Ort, eine Stadt, ein Land präsentieren und deren Atmosphäre erklingen ließen. Dabei stellten wir uns den Fragen: "Wo komme ich her? Wo fühle ich mich wohl? Wie hört sich mein Zuhause an und wie kann Heimat in der Zukunft klingen?" In Workshops mit Musik, Schauspiel und Performance gab es "Zukunftslabore" zu den Themen und Fragen rund um Herkunft und Zukunft, so dass zu den Klangstationen neue Heimat-Geschichten aus den Fantasien der Teilnehmenden entstehen konnten.

Projektziele

Dieses künstlerische Experimentierfeld für kulturelle Teilhabe und Begegnungen zwischen Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher sozialer wie kultureller Herkunft soll ermutigen und anregen, sich musikalisch und performativ mit dem Thema HEIMAT und damit zugleich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen.
Wir wollen wichtige Begriffe, wie Heimat, Identität und Herkunft mit eigenen Ideen und mit eigenen Geschichten ohne Einschränkungen und Abgrenzungen definieren und damit einen Beitrag für einen sensiblen und toleranten Umgang miteinander zu leisten.

Aufgabe der Jugendlichen

Sie setzen sich mit dem Begriff HEIMAT auseinander. Wie klingt für mich Heimat, was macht Heimat aus? Ihre Ideen setzen sie in Musik, Theater und bildende Kunst um. Innerhalb des Projekts können sie ihren Gedanken freien Lauf lassen und entwickeln bzw. erstellen Geschichten, Geräusche, Lieder, Szenen, Collagen, Requisiten rund um das Thema HEIMAT. Diese teilen sie im Kreativ-Haus auf, so dass in verschiedenen Räumen, in unterschiedlichen Etagen eine Ausstellung entsteht, die zum Anschauen und Zuhören einlädt. Die Kinder haben diese Präsentation abschließend selbst vorgestellt und die Zuschauer durchgeführt.

Projektverlauf

Bereits zum 6. Mal bietet die Jugendkunstschule im Kreativ-Haus jeweils in den Ferien eine internationale Kulturwerkstatt zum Thema "Heimat" an. Auslöser war die Flüchtlingsthematik im Jahr 2015 und der damit aufkommenden Fragen wie: wer bin ich? wo komme ich her und wo gehöre ich hin? Diese Fragen beschäftigten natürlich auch junge Menschen. Als Zielgruppe unserer „Heimatforschung“ wollten wir neben den in Deutschland aufgewachsenen Jugendlichen vor allem auch gezielt Jugendliche ansprechen, die erst seit kurzem in Deutschland lebten. Im Vorfeld der eigentlichen Werkstattwoche wurden zahlreiche Experimentierangebote, Schnupperstunden und Probewerkstätten an Einrichtungen für Flüchtlinge, in Beratungsstellen, Schulen sowie als offene Werkstatt angeboten. Im Herbst 2018 war das Thema der Projektwoche "Lebensweltforscher". Hier erforschte eine Gruppe von Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren in einem Feldforschungsmotiv den Kiez - also den unmittelbaren Lebenskontext . Dazu wurden verschiedene Interviews mit Passanten und Geschäftsleuten geführt. Die dabei erforschten und gesammelten Biografien bildeten den Stoff und die Basis für eine fiktive Fortsetzung biografischer Sprengsel im Atelier. So entstanden künstliche Personen – halb real, aber sehr fiktiv - mit denen künstlerisch weitergearbeitet werden konnte. Die so geschaffenen Figuren konnten Fragen nach eigenen Gefühlen wie Heimatverlust oder auch Heimatgewinn beantworten. Sie konnten Antworten auf die Frage geben, wie der Begriff Heimat in unterschiedlichen Sprachen lautet und was er assoziiert.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Unser Grundanliegen ist es, nicht nur über Vielfalt zu reden, sondern sie in einer sehr bunten Woche Vielfalt mit allen Sinnen auch zu leben und dazu Jugendliche aus den unterschiedlichsten Ländern zusamenzubringen und gemeinsame Erfahrungen machen zu lassen. Das macht unser Leben bunter und reicher.

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Infos

Name der Einrichtung

Jugendkunstschule im Kreativ-Haus e.V.

Website »

Ort

Münster

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

12