Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Projektwochen/AG´s/Seminare & Co

Integrationslotsen – Ich bin VIELE(S)!

Die neu immigrierten Schüler/in sind häufig mit der Orientierung im schulischen Alltag überfordert und haben Schwierigkeiten. Aus diesem Anlass haben wir beschlossen, ein Projekt ins Leben zu rufen, das die neu zugewanderten Schüler/innen bei der Eingliederung entlasten soll. Ausgewählte Schüler/innen der Regelklassen begleiten und unterstützen im Rahmen des Projektes „Integrationslotsen – Ich bin VIELE(S)!“ die immigrierten Schülerinnen und Schüler. Die Regelschüler/innen können dadurch ihre Sozialkompetenz stärken und sich persönlich weiterentwickeln.

Projektziele

Eines der Hauptziele des Projektes ist die erfolgreiche Eingliederung der Intensivschüler/innen in den Schulalltag. Des Weiteren sollen die Regelschüler/innen ihre Sozialkompetenz stärken und für gesellschaftliche Herausforderungen sensibilisiert werden. Ein wichtiges Anliegen des Projektes ist die Förderung der interkulturellen Kompetenz und das friedliche Zusammenleben in Schule und Gesellschaft in Zeiten globaler Entwicklung.

Aufgabe der Jugendlichen

Seit geraumer Zeit bekommt die Schule immer mehr Zuwachs von Schülern aus dem Ausland, weil ihre Eltern hier arbeiten oder weil sie in ihren Heimatländern aufgrund von Kriegen und Zerstörungen nicht mehr leben können. Sie werden in sogenannten Intensivklassen unterrichtet, in denen Deutsch als Zweitsprache das Hauptfach ist. Das Ziel dieser Klassen besteht darin, schnell die nötige Sprachkompetenz zu erwerben. Nach der Intensivklasse gehen die Schüler dann in eine Regelklasse und das ist nicht ganz leicht, weil man die Sprache noch nicht so gut spricht und wieder neue Freunde in der Regelklasse finden muss. Aus diesem Anlass haben wir beschlossen, ein Projekt ins Leben zu rufen, das die neu zugewanderten Schüler/innen bei der Eingliederung unterstützen soll. Ausgewählte Schüler/innen der Regelklassen begleiten im Rahmen des Projektes die immigrierten Schülerinnen und Schüler. Aus diesem Grund wurden ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Regelklassen aus den Jahrgängen 8 bis 10 zu Integrationslotsen ausgebildet. 
Nach Zustimmung der Eltern wurden diese in einem zweitägigen Workshop durch externe Experten und Lehrkräfte der Schule als Integrationslotsen/innen ausgebildet.

Schwerpunkte der Ausbildung: 
•Rollenfindungstraining
• Empathiebildung / Sensibilisierung
• Orientierung geben im kulturellen Kontext
• Kommunikationstraining
• Reflexion.

Die FES-Lotsen helfen den Neuankömmlingen nun dabei, sich an der neuen Schule und in Schwalbach zurechtzufinden. Außerdem können alle Beteiligten dadurch ihre Sozialkompetenz stärken und sich persönlich weiterentwickeln.



Projektverlauf

Im Zuge der gestiegenen Zahlen an geflüchteten Menschen, muss sich auch die Schule neuen Herausforderungen stellen. Die Friedrich-Ebert-Schule grenzt räumlich an eine entsprechende Wohnstätte. Dementsprechend wurden viele immigrierte Schüler/innen an der FES eingeschult. Die Intensivschüler/innen sind häufig mit der Orientierung im schulischen Alltag überfordert und haben Schwierigkeiten, Anschluss an die Klasse zu finden. Aus diesem Anlass haben wir beschlossen, ein Projekt ins Leben zu rufen, das die neu zugewanderten Schüler/innen bei der Eingliederung entlasten soll.

Seit April 2018 begleiten an der Friedrich-Ebert-Schule ausgebildete Integrationslotsinnen und -lotsen aus den Jahrgangsstufen 8 bis 10 die Schülerinnen und Schüler, die noch nicht lange in Deutschland leben und die Integrationsklasse der Schule besuchen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten individuelle, sprachliche und organisatorische Unterstützung sowie Orientierungshilfe durch die Lotsinnen und Lotsen, um ihnen die Eingliederung in den Schulalltag und den Wechsel in die Regelklassen zu erleichtern. Die Regelschüler/innen können dadurch ihre Sozialkompetenz stärken und sich persönlich weiterentwickeln.
Da Lotsenprojekte in der Öffentlichkeit nur auf der Erwachsenenebene bekannt sind, verstehen wir uns als Vorreiter. Dies im schulischen Kontext für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen, ist ein Novum. Wir möchten für andere Schule als Multiplikatoren dienen und haben bereits eine Vereinbarung mit dem Studienseminar/Rüsselsheim getroffen, um unser Projekt den kommenden Lehrkräften näher zu bringen.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Die Begleitung und Begegnung auf unterschiedlichster Ebene sowie die Gestaltung kultureller Events sind Anlässe, die von Respekt und Empathie geprägt sind.Es wird somit eine Willkommenskultur in der Schule aufgebaut, welche zur Verbesserung des Schulklimas führt. Durch unser Projekt wird das friedliche Miteinander gestärkt und ausgrenzende Tendenzen verhindert.

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Infos

Name der Einrichtung

Friedrich-Ebert-Schule

Website »

Ort

Schwalbach am Taunus

Bundesland

Hessen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

13