Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Reli/Ethik/Philosophie

Heimat in der Fremde

Im Rahmen eines Films, dessen Drehbuch ebenfalls selbst geschrieben wurde, kommt ein Flüchtlingsmädchen aus dem Nahen Osten an eine deutsche Schule. Dort wird sie gemobbt, z. B. durch Vorwürfe im Klassenzimmer, durch Tätlichkeiten im Pausenhof und beim Mittagessen. In einem Traum erlebt die Rädelsführerin bei ihrer Ankunft in einer Klasse im Nahen Osten das genaue Gegenteil, d. h. sie wird willkommen geheißen. Als sie aufwacht, blickt sie verwundert um sich (offenes Ende).

Projektziele

Das Projekt soll das Nachdenken über die Situation von Jugendlichen anregen, wenn neue Mitschülerinnen und Mitschüler kommen, die Migrationshintergrund haben, einer fremdländischen Kultur angehören etc. Das offene Ende soll zum Nachdenken anregen, was die Rädelsführerin sich jetzt wohl denkt und wie man selbst handeln würde bzw. sollte.

Aufgabe der Jugendlichen

Erstellen eines Drehbuchs; Verteilung der Rollen; Proben; Darstellung und Filmen; Schneiden

Projektverlauf

Die Projektidee entstand im Ethikunterricht der Jahrgangsstufe 7 (Klassen 7 a, b, c und n), also eine gemischte Gruppe. Der Ethik-Lehrer unterbreitete die Idee, an einem Wettbewerb zum Thema "Hass und Hetze" bzw. "Werte in der Heimat" teilzunehmen. Die Klasse griff diesen Vorschlag begeistert auf. In der Folge war viel Eigeninitiative nötig, da der Lehrer, der zugleich Schulleiter und Seminarvorstand ist, häufig dienstlich verhindert war. So arbeitete die Klasse weitestgehend alleine, da die beaufsichtigenden Lehrkräfte ständig wechselten und von der Projektidee nichts wussten. Zunächst entstand das Drehbuch, das - um eine stärkere Wirkung zu erzielen - mit deutlich überzeichneten Klischees. In der Folge erfolgten eine Rollenverteilung, diverse Stellproben sowie schließlich der Dreh, wobei auch die Kamera von einer Schülerin mitgebracht wurde, die im Anschluss zu Hause den Schnitt vornahm.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Vielfalt zeichnet unser heutiges Leben aus. Egal in welchem Zusammenhang sich unser Leben abspielt (Schule, Verein, Freizeit etc.), es ist immer gekennzeichnet von der Vielfalt der Meinungen, der Menschen, der Religionen, der Kulturen. Diese Vielfalt nimmt in den letzten Jahren - zumindest gefühlt - immer mehr zu.
Die Vielfalt bzw. daraus resultierende Probleme spielen in dem Projekt die entscheidende Rolle, da der Film (und das zugrunde liegende Drehbuch) genau darauf aufgebaut sind und zur Überwindung der vermeintlichen Grenzen eben dieser Vielfalt aufrufen.

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Infos

Name der Einrichtung

Matthias-Grünewald-Gymnasium

Ort

Würzburg

Bundesland

Bayern

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

13