Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Projektwochen/AG´s/Seminare & Co

ERASMUS + Projekt "TogEUther - Gemeinsam auf dem Weg zu einer besseren Intergration in der EU" (2017-2019)

Der grundlegende Gedanke ist, in einem sinnvollen Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen Gemeinsamkeiten herauszufinden sowie die Besonderheiten, die uns einzigartig machen, wodurch unsere DAZ-Schüler*innen aus verschiedenen Ländern nicht nur die deutsche Kultur hautnah und kreativ kennen lernen, sondern auch sich als europäische Bürger*innen wahrnehmen können. Andererseits hatten sie ebenfalls die Chance gehabt, auch ihre Kulturen in einem freundlichen europäischen Kreis zu zeigen und dadurch mögliche Stereotype abzubauen und sich willkommen zu fühlen, denn Vielfalt ist unsere Stärke.

Projektziele

Die Ziele des Projektes umfassen die soziale Integration von Migranten durch die Förderung des Bewusstseins für kulturelle Besonderheiten auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene, die Vermittlung der Werte der europäischen Gemeinschaft auf sozialer, politischer und kultureller Ebene sowie die Übermittlung des europäischen Mottos „unity in diversity“ durch einen modernen und zugleich kreativen Methodenansatz innerhalb der schulinternen Erasmus AG. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes war es, die digitalen Kenntnisse der Schüler*innen sowie die Fremdsprachenkenntnisse zu fördern.

Aufgabe der Jugendlichen

Vor dem Hintergrund aktueller Globalisierungstendenzen und eines wachsenden Europa ist es von außerordentlicher Bedeutung, jedem neu zugewanderten Bürger Europas ein wirksames Mittel zur Integration zu bieten. Besonders junge Menschen brauchen dringend Unterstützung, um sich in einem fremden Land zurechtzufinden. Daher sind Schulen über den Sprachunterricht hinaus bei der Vermittlung sozialer Werte wesentlicher Bestandteil einer gelingenden Integration. Der enorme Zuwachs bei der Zuwanderung junger Menschen macht den gegenseitigen Austausch über erfolgreiche Integrationsprozesse für Schulen in Europa unabdingbar.

Aus diesem Grund haben Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien als die vier Teilnehmerländer des Projekts „TogEUther“ beschlossen, eng zusammenzuarbeiten, um gemeinsam erfolgversprechende Maßnahmen zur Integration neu ankommender Migranten, darunter auch Flüchtlinge, zu erarbeiten. Dazu gehören insbesondere kulturelle Aktivitäten, die den Neuankömmlingen ein Gefühl der Zugehörigkeit zur Kultur in der neuen Heimat und der europäischen Gemeinschaft vermittelt können. Hauptziel des Projekts ist die wachsende soziale Integration zugewanderter Schüler durch die Förderung des Bewusstseins für kulturelle Besonderheiten auf lokal-regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Projektsprache ist Englisch, um einen Austausch auf internationaler Ebene zu vereinfachen.

Am Projekt beteiligt sind eine Grundschule in Italien (Sizilien) – der Region, in der für viele Zuwanderer die Integration in Europa beginnt – sowie drei weiterführende Schulen in Deutschland (Köln), Frankreich (Raum Paris) und Spanien (Madrid). Dadurch ist gewährleistet, dass Schüler im Alter von ca. 10 bis 15 Jahren sowohl in ländlicher wie auch in städtischer Umgebung berücksichtigt sind.

Unterstützung erfahren die zugewanderten Schüler durch die gesamte Schulgemeinschaft: Schüler, Lehrer, Eltern helfen, mit kreativen Ideen und Aktionen, das kulturelle Umfeld im neuen Heimatland kennenzulernen und zu verstehen. Methodisch werden in dem Projekt verschiedene praktische Ansätze kombiniert, in denen z. B. kooperativ Kunst und Geschichte erfahrbar wird oder in Teamarbeit neue persönliche Perspektiven eröffnet werden. Der Einsatz moderner Werkzeug, wie z. B. das Programms WEB 2.0, ermöglicht in diesem Zusammenhang ein effizientes Arbeiten und verbessert darüber hinaus digitale Kompetenzen der Schüler. Enorme Kreativität ist gefragt, um bei den Schülern einerseits die Öffnung für die neue Kultur und andererseits das Bewahren ihrer ursprünglichen Identität anzuregen.

Moderne aufgaben- und prozessorientierte Methoden sind dabei nicht nur kreativ darauf ausgerichtet, Kenntnisse in Bezug auf die neuen Kulturen zu erwerben, sondern auch einen Vergleich mit den ursprünglich erworbenen anzuregen und neue Möglichkeiten für den Austauschs über kulturelle Aspekte zu eröffnen. Die digitale Kommunikation hat ebenso wie die persönliche Interaktion zum Ziel, Schüler in den vier unterschiedlichen Ländern das Gefühl der Gemeinschaft innerhalb Europas erfahren zu lassen. Allgemein sollen die Projektergebnisse demonstrieren, wie unterschiedliche Europäer mit ähnlichem kulturellen Hintergrund als wesentliche europäische Ideale, ihre Einzigartigkeit bei gegenseitigem Respekt bewahren. Dadurch, dass sowohl die einheimischen wie auch die zugewanderten Projektbeteiligten ihre Erfahrungen mit Familien und Freunden teilen, wird eine weite Verbreitung der im Projekt gemachten Erfahrungen erreicht.

Die zugewanderten Schüler lernen nicht nur die Kultur der neuen Heimat kennen, sondern tragen mit der Weitergabe von positiv konnotierten Informationen zu ihrem eigenen kulturellen Hintergrund ein zusätzlich zu einer Gemeinschaftserfahrung und zur Akzeptanz innerhalb Europas bei und wirken damit möglicherweise existierenden Vorurteilen entgegen.

Die anvisierten Ziele lassen sich nur erreichen durch die Nutzung der modernen digitalen Kommunikation und der Massenmedien mit einer Veröffentlichung aller Projektergebnisse auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Einladungen an demokratische Repräsentanten in diesen Bereichen und Vertreter der Massenmedien sollen eine rasche Verbreitung der Aktivitäten und Ergebnisse gewährleisten. Zu den möglichen Langzeitzielen gehören die Erstellung von schulischen Integrationsplänen auf Basis der Projekterfahrungen und der Austausch gemachter Erfahrungen mit weiteren interessierten Schulen, Organisationen oder Einzelpersonen.

Kreatives Schreiben, das Verfassen von Ebooks, Theateraufführungen, Gesang und Filme rund um die Themen traditionelle Spiele, Rezepte, Feste und Feiern, Sagen und Legenden, historische Erzählungen, Lieder und Gedichte gehören zum weiten Spektrum der geplanten Aktivitäten, mit denen wir unser Ziel der verbesserten Integration frisch zugewanderter Migranten und gleichzeitig einer Förderung des europäischen Gedankens erreichen wollen.

Projektverlauf

Das Team besteht aus über 20 Schüler*innen, die ungefähr zur Hälfte einen internationalen Hintergrund haben und leben weniger als 4 Jahre in Deutschland, und zur Hälfte aus den regulären BVA-Schüler*innen, die besonderes Interesse daran haben, die Willkommenskultur zu zeigen und gleichzeitig mehr über die Mitschüler*innen und ihre Kulturen zu erfahren sowie diese neu gewonnenen Erkenntnisse nicht nur innerhalb unserer Schule und in der Gemeinde, sondern auch weltweit durch Internet und Fahrten zu verbreiten. Die Projektkoordinatorin mit dem weißrussischen Hintergrund hat diese Willkommenskultur selbst hautnah erlebt und hatte diese Erfahrung als Auslöser für das Projekt genommen.
Die gemachten Erfahrungen und die Ergebnisse setzen wir weiterhin ein, um den kulturellen Dialog sowohl an unserer Schule als auch im europäischen Kontext voranzutreiben. Die produzierten Geschichten, Filme, Lieder, Texte, digitale Produkte sowie Erfahrungsberichte und weitere Ergebnisse können sowohl über die Webseiten des Projekts als auch auf unserer Schul-Homepage angesehen werden und für weitere Projekte der Integration an anderen Schulen eingesetzt werden.
Das Projekt hat unseren Gedanken für die Vielfalt und für die Offenheit gegenüber anderen Kulturen gestärkt. Insbesondere schätzen wir das Erkenntnis, dass Schüler*innen die besten Lehrer*innen sind, wenn es darum geht, sich aktiv für die Vielfalt einzusetzen und neue Mitschüler*innen mit offenem Herzen kennen zu lernen.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Unsere Schule ist stolz darauf, ein funktionierendes, praxisorientiertes und erfolgreiches DAZ-Programm erstellt zu haben. Das erst vor Kurzem von unserer Projekt-AG durchgeführtes Projekt „Europäischer Tag der Fremdsprachen“ am Bettina-von-Arnim Gymnasium hat gezeigt, dass dass am BvA 38 Sprachen gesprochen werden. Wir sehen uns als aktive pro-europäische Schule der Vielfalt, die es als notwendig sieht, ihren Beitrag die Wichtigkeit des europäischen Mottos „unity in diversity“ zu leisten. Das Projekt "TogEUther" ist nur ein Teil der Vielfaltkultur an unserer Schule.

5 Stimmen

Infos

Name der Einrichtung

Bettina-von-Arnim-Gymnasium Dormagen

Website »

Ort

Dormagen

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

14