Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Projektwochen/AG´s/Seminare & Co

Schule ohne Rassismus und Ausgrenzung- Schule mit Courage

Wir sind nun Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage. Wir setzen uns ein gegen Ausgrenzung und wollen dass alle Mitschüler*innen bei uns die gleichen Chancen auf Bildung und Mitwirkung haben.

Projektziele

Wir wollen die unterschiedlichen Nationalitäten unserer Schule erfahrbarer machen. Wir möchten, dass alle sich gleichwertig fühlen und behandelt werden. Wer Unterstützung braucht soll sie auf einfachen Wegen bekommen. Wir wollen immer wieder bewusst machen und erinnern, dass alle Schüler*innen, auch mit unterschiedlicher Herkunft, ähnliche Bedürfnisse haben, nämlich gute Bildung, friedliches Miteinander, Unterstützung bei Bedarf, Anerkennung ihrer Persönlichkeit, als individuelle Menschen wahrgenommen werden.

Aufgabe der Jugendlichen

Mitgestaltung eines Tages für Courage und gegen Ausgrenzung, Moderation der Veranstaltung, Videoclips drehen, Interviews in gemeinnützigen Werkstätten führen, Rede zur eigenen Migrationserfahrungen und Ausgrenzungserfahrungen halten, Theaterstück, Kuchenverkauf zur Spendensammlung

Projektverlauf

Den Anfang nahm unser Projekt im letzten Jahr kurz nach den rechtspopulistischen Demonstrationen in Chemnitz. Unsere Schulleitung hat dazu aufgerufen, dass wir uns als Schule deutlich positionieren und zeigen, dass wir eine andere Haltung haben. Wir haben uns dann um die Anerkennung als Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage bemüht durch Unterschriften sammeln und Aktionen. Am 2.10.2018 haben wir mit der gesamten Schülerschaft einen Projekttag veranstaltet, alle Klassen haben sich in unterschiedlicher Form (Videoclips, Theaterstücke, erarbeiten von Texten, Filme) mit den Themen Rassismus, Ausgrenzung, Mobbing, was ist Courage u. a. beschäftigt. Als Gesprächspartner waren auch zwei Beschäftigte aus der Flüchtlingssozialarbeit und Musiker aus der nachfolgenden Band mit eigenen Flucht- und Ausgrenzungserfahrungen in mehreren Klassen, um mit den Schüler*innen ihre Erfahrungen/ Erlebnisse zu besprechen. Zum Abschluss gab es für alle ein Konzert der Band Revolution R, (www.revolution-r.de, YouTube), deren Texte sich oft mit eben diesen Themen beschäftigen (Migrant sein, Kolonialismus, Ausgrenzung). Mit einigen Schüler*innen haben wir weiter gearbeitet, Interviews in den gemeinnützigen Werkstätten geführt, beispielhafte Videoclips gedreht, fehlende Unterschriften gesammelt, uns mit anderen Schule ohne Rassismus- Schulen mit Courage vernetzt und ausgetauscht. Am 1.1.2019 fand dann die Titelverleihung statt, es gab ein schönes Rahmenprogramm mit passendem Theaterstück zum Thema Flucht, einem Chorbeitrag, Reden von drei Schülerinnen mit ihren Flucht-und Ausgrenzungserfahrungen.

Hier geht es zu einem Zeitungsartikel über unser Projekt:
https://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/bildung/sandkrug-zusammenleben-in-gemeinde-hatten-keine-toleranz-fuer-intoleranz_a_50,5,4205832997.html

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Wir erleben es bei uns so, dass wir alle gut miteinander auskommen, wenn wir uns füreinander interessieren und miteinander im Gespräch sind. Dann gibt es auch weniger Konflikte und alle haben gute Laune und sind entspannt- niemand muss um Anerkennung kämpfen. Das klappt nur, wenn wir uns mit den unterschiedlichen Lebenssituationen beschäftigen und wahrnehmen, dass die Lebenserfahrungen oft sehr unterschiedlich sind, aber die Wünsche doch sehr ähnlich: Frieden, Anerkennung, Freund*innen, gesehen werden.

4 Stimmen

Infos

Name der Einrichtung

Waldschule Hatten; Oberschule

Ort

Hatten

Bundesland

Niedersachsen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

15