Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Musik/Kunst/Theater

Das Apfelkomp(l)ott

Unsere Klasse 5b ist nicht nur eine reine Mädchenklasse, sondern, und das ist schon etwas Besonderes, eine der zwei einzigen Musicalklassen in Bayern. Das Musical „Das Apfelkomp(l)ott“ haben wir im Juli auf die Bühne gebracht. Die Wahl auf das „Apfelkomp(l)ott“ fiel schon früh im Schuljahr durch das Lesen verschiedener Texte im Deutschunterricht. Dass das friedliche Miteinander aller schnell durch den Ausschluss derer, die nicht dazu gehören, gefährdet und nur durch Toleranz und Ehrlichkeit gerettet werden konnte, hat uns total gut gefallen. Das sollte unsere Sache werden.

Projektziele

Der Schluss unseres Musicals, in dem durch den ehrlichen Umgang aller Beteiligten miteinander auch die beiden Außenseiter durch eine gute Idee in die große Gemeinschaft integriert werden konnten, hat uns total gut gefallen. Wir haben die Botschaft verstanden: Nicht alle Menschen sind gleich, aber gemeinsam kann man es schaffen, trotz aller Unterschiede eine gute Gemeinschaft zu bilden.

Aufgabe der Jugendlichen

Für das Musical habe ich in unserem Supermarkt mit der Chefin gespochen und sie gefragt, ob sie für die Pause in unserem Stück Äpel spendieren würde, was auch geklappt hat. Für jede Aufführung bekamen wir 150 Äpfel. Damit hatte ich einen Sponor gefunden. Leni hat eine Druckerei in ihrem Ort gefunden, die uns 50 Plakate gedruckt hat. Zusammen mit Frau Fauth haben wir den Apfelbaum gebaut. Auch die Bananenkisten für die Mauer haben wir mit ihr angestrichen. Für die Kostüme war jede selbst verantwortlich. Natürlich haben wir in einem Vorsingen die Solosängerinnen bestimmt.

Projektverlauf

Wir kamen im September 2018 alle neu an das Gymnasium, kaum jemand kannte die andere. Doch entstand in kürzester Zeit eine prima Klassengemeinschaft. Wahrscheinlich auch, weil wir uns als Team, die erste Musicalklasse an der Schule fühlten. Gleichzeitig konnten wir auch feststellen, dass Zusammenhalt nichts Selbstverständliches ist. Wie in jeder Klasse entstanden auch bei uns nach Wochen Grüppchen, die ganz unterschiedliche Interessen hatten und verfolgten. Wenn aber Musicalunterricht in Musik, Deutsch und Sport anstand, waren die Gegensätze weg. Gemeinsames Singen, Spielen und Tanzen war toll.
Auch in dem Stück verstehen sich zu Beginn die Bewohner der beiden Dörfer total gut. Wie wir verstanden sie zu feiern, zu singen und zu tanzen, alle waren wegen des Apfelbaums, der genau auf der Grenze stand und so eigentlich beiden gehörte, „unverschämt gesund“. Alle teilten alles. Eine Idylle. Nur die 2 Ärzte der Dörfer waren die Ausgeschlossenen. Deshalb wollten diese die Idylle zerstören. Allein der Gedanke und die Angst der Dorfbewohner, etwas zu verlieren, dass andere etwas wegnehmen, führte zum Konflikt. Die Ärzte versuchten, beinahe mit Erfolg, einen Keil zwischen die Dorfbewohner zu treiben, so dass fast Krieg ausgebrochen wäre.
Der Schluss, in dem durch den ehrlichen Umgang aller Beteiligten miteinander auch die beiden Außenseiter durch eine gute Idee in die große Gemeinschaft integriert werden konnten, hat uns total gut gefallen. Die Botschaft: Nicht alle Menschen sind gleich, aber wenn alle ehrlich wollen, kann Gemeinschaft gelingen.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Toleranz und Miteinander schafft Probleme aus dem Weg und eröffnet dadurch erst die Möglichkeit, sich auf neuen, oft nicht gekannten Wegen zu bewegen. Diese Erkenntnis ist vor allem für uns Kinder und Jugendliche von enormer Wichtigkeit, durch das gemeinsame Erarbeiten, aber vor allem durch die Aufführung für das größtenteils junge Publikum, Mitschüler/innen aus anderen Klassen und Jahrgangsstufen, anderen Schulen, verschiedener Kulturkreise usw. konnte dies durch die demonstrierte Freude am Spielen vermittelt werden.

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Infos

Name der Einrichtung

Eichendorff-Gymnasium Bamberg

Ort

Bamberg

Bundesland

Bayern

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

11