Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Reli/Ethik/Philosophie

Geflüchteten begegnen: Hände reichen - Brücken bauen

Die Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs der IGS Salzgitter haben Aktivitäten in der Flüchtlingsunterkunft angeboten und sind so in die Begegnung mit Geflüchteten gekommen. Von beiden Seiten wurden Brücken gebaut und wir sind gemeinsam einen guten Weg mit vielen Erfahrungen und dem Abbau von Vorurteilen gegangen. Die Begegnung fand auf Augenhöhe statt, so dass der gemeinsame Spaß und das voneinander Lernen und der Austausch untereinander im Mittelpunkt stand. Ausflüge und Feste haben die Verbindung und den offenen Umgang miteinander gestärkt.

Projektziele

Mit diesem Projekt wollten wir erreichen, dass wir eine Verbindung schaffen und die Geflüchteten in Salzgitter trotz der Abgeschiedenheit der Unterkunft in das Leben in Deutschland integrieren. Wir wollten eine ehrliche Begegnung ermöglichen, um Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen und eine bessere Sprachfähigkeit und Sprachsensibilität zu erreichen. Weiterhin bestand ein Schwerpunkt darin, gemeinsame Erfahrungen zu sammeln und so zu einer Gemienschaft zu wachsen, in der jeder gleichberechtigt ist, unabhängig von Herkunft, Sprache, köperlicher Einschränkung, kognitiver Leistunsfähigkeit usw.

Aufgabe der Jugendlichen

Die Jugendlichen übernehmen alle praktischen Aufgaben. Sie LEBEN die Begegnung und füllen sie mit ihren eigenen Ideen und Erfahrungen. Damit ein Kontakt auf Augenhöhe gelingen kann, sind die Jugendlichen und die Geflüchteten gleichberechtigte Partner.
Die Jugendlichen sind die Motoren und Ideengeber in dem Projekt.
Die Schülerinnen und Schüler sind Botschafter für die Begegnung und die Integration geworden, sie haben ihre Erfahrungen an ihre Peergroups, ihre Familien und viele andere Menschen weitergegeben und damit Vorurteile abgebaut und einen Schritt hin zu mehr Offenheit und Toleranz in der Gesellschaft gemacht.
Die Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam mit den Geflüchteten Wege geschaffen, symbolische Brücken gebaut, Hürden gemeistert, Grenzen überwunden und sind gemeinsam ein Stück des Lebensweges gegangen. Dabei haben die Jugendlichen zugehört, mitgedacht und zum Leben erweckt.

Projektverlauf

Unter dem Motto „Hände reichen – Brücken bauen“ besuchen Schülerinnen und Schüler kontinuierlich die zentrale Unterkunft für Flüchtlinge in Salzgitter. Dort begegnen sie Geflüchteten im Handeln. Es wird gemeinsam gekocht, gesungen, gemalt, Tischtennis gespielt und in der Fahrradwerkstatt geschraubt. Durch niedrigschwellige Begegnungen werden Vorurteile überprüft und abgebaut. Die Schülerinnen und Schüler treten im Handeln in den direkten Kontakt mit den Geflüchteten. Durch besondere Aktionen, Feste und gemeinsame Ausflüge werden Situationen geschaffen, in denen Begegnungen mit Emotionen verknüpft werden, die dadurch noch präsenter bei allen Beteiligten bleiben.
Regelmäßig reflektieren die Jugendlichen ihr Handeln im Unterricht und kommen über Vorurteile, Hintergründe und Berichterstattungen ins Gespräch. Innerhalb ihrer Schule, ihren Familien und ihren Freundeskreisen werden sie zu Botschaftern für gelingende Integration und widerlegen Vorurteile durch ihre eigenen Erfahrungen. Außerdem fertigten die Schülerinnen und Schüler ein Portfolio an, in dem sie ihre Erfahrungen reflektierten.
In Salzgitter waren zurzeit der Entwicklung des Projekts viele Flüchtlinge untergebracht, die in die Stadt integriert werden sollten, um einer Bildung von eigenen Gemeinschaften entgegen zu steuern. Dieses wurde durch den Wahlpflichtkurs mit den 9./10. Klässlern erreicht, da sie zu den ersten Kontakten der Geflüchteten in Salzgitter gehörten.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

So vielfältig unser inklusiver Wahlpflichtkurs war, so vielfältig waren auch die Menschen, denen wir im Projekt begegnet sind. In dem WPK waren die Herkunftsländer, die Religion, die köperliche Eingeschränktheit, die kognitiven Fähigkeiten, die Sozialisation und das Alter nicht von Bedeutung. Uns als Kurs war, und ist es auch in Zukunft, wichtig, dass sich jeder mit seinen eigenen Stärken und auch Schwächen in die vielfältige Gemeinschaft in der Schule, in der Unterkunft und in Salzgitter einbringen kann.

68 Stimmen

Infos

Name der Einrichtung

IGS Salzgitter

Ort

Salzgitter

Bundesland

Niedersachsen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

16