Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Verein/Verband

Die Reise des Marco Polo

Marco Polo, ein weitgereister Mann hat auf seinen Reisen durch die Welt viel über Menschen, ihre Lebensarten, Religionen und den Umgang mit der Natur erfahren. Ihn verband eine kulturübergreifende Freundschaft mit dem Großkhan Kublai. Seine Berichte, niedergeschrieben vom Dichter Rustichello sind der Nachwelt erhalten geblieben. Gerade die Vielschichtigkeit der Völker unserer Erde muss zu gegenseitigem Verständnis führen, um ein friedliches Miteinander zu ermöglichen. Das Projekt Marco Polo trägt intensiv dazu bei, da auch die Teilnehmer aus sehr vielschichtigen Lebenssituationen kamen.

Projektziele

Mauern und Barrieren jeglicher Art einreißen und Brücken schlagen, Neues entstehen lassen, Menschen Mut schenken, Ausgrenzungen überwinden und ablehnen und inklusiven Zusammenhalt fördern, das gleichberechtigte agieren aller Beteiligten nebeneinander – das stellt der Verein mit seiner Arbeit und mit dem Theaterstück „Die Reise des Marco Polo“ in den Fokus. Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ist das Projekt wichtig da auch eine große Außenwirkung erlangt wird (Anklang in der Bevölkerung, Aufbau enger Kontakte zwischen den beteiligten Gruppen).

Aufgabe der Jugendlichen

Die „Reise des Marco Polo“ war ein barrierefreies Theaterprojekt mit dem Thema Integration und Inklusion und 120 Teilnehmern aus 13 Ländern. Die Gruppen bestanden aus Erwachsenen und Jugendlichen mit sozialen Schwierigkeiten (z. B.: aus der Förderschule oder mit familiären Schwierigkeiten), Jugendlichen aus Oberschulen, Gymnasien sowie Jugendliche mit Migrationshintergrund und Kriegsgebieten. Ganz wichtig war die Teilnahme von Menschen mit krankheitsbedingten Einschränkungen in der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit. Die Jugendlichen haben bei der Erstellung einer Geschichte, dem Herstellen von Masken und Kostümen, der Musikauswahl und dem Gestalten von Requisiten mitgearbeitet. Das bedeutet, sie waren von Anfang an in das Projekt mit seinen verschiedenen Phasen eingebunden.

Projektverlauf

Die Erzählungen über die Reisen des Marco Polo liefern ein Bild des Ostens an der Grenze zwischen Realität und Extravaganz, um dabei die kollektive Phantasie zu beflügeln und eine parallele Welt zu bauen, in der der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind und mit der inspirierenden Botschaft zur Kenntnis des „Anderen“.
Dies ist wohl der Auslöser gewesen. Das Projekt befördert den Inklusionsgedanken und sensibilisiert die Menschen für den gleichberechtigten Umgang miteinander. Die Zielgruppen sind immer ALLE denn nur im Dialog miteinander können Barrieren abgebaut werden. Das Projekt „Marco Polo“ kann nur in einer großen Einrichtung umgesetzt werden aber viele andere kleine Theaterprojekte sind in Schulen und anderen Einrichtungen umsetzbar und wurden in der Vergangenheit auch durchgeführt. Ebenso sind zu diesem Thema Ausstellung und Vorträge in Galerien, Schulen und Hochschulen vorgesehen (zur Zeit ist eine große Ausstellung im Tietz Chemnitz zu sehen). Nur auf der Basis von gegenseitigem Respekt, das Begegnen auf Augenhöhe zwischen den Menschen und der Dialog zwischen den vielfältigen Völkern dieser Erde garantieren ein friedliches Miteinander.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Der Verein Centro Arte Monte Onore beschäftigt schon viele Jahre mit dem Thema Vielfalt, in der Wahl der Veranstaltungen wie auch in Bezug auf die Teilnehmer. Besonders die Zusammenarbeit von Kindern und Jugendlichen mit mannigfachsten Herkunftscharakter und den unterschiedlichsten Lebenssituationen prägt unsere internationale Begegnungsstätte. Hier treffen die Menschen zusammen, um auf die unterschiedlichste Art und Weise auf künstlerischem Wege zu agieren und kreativ tätig zu werden. Vielfalt ist unser zentrales Anliegen, spiegelt sich natürlich in vielen Formen im Projekt Marco Polo wieder.

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Infos

Name der Einrichtung

Förderkreis Centro Arte Monte Onore e.V. Ehrenberg

Website »

Ort

Kriebstein / OT Ehrenberg

Bundesland

Sachsen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

15