Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Geschichte/Politik

Villa Buth - Zwischenstation zum Holocaust

Unser Thema ist die Erinnerung an die Opfer des Holocaust, die zunächst aus ihrem Alltagsleben in das "Judenhaus" Villa Buth und von dort in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden. Das Gebäude droht zu verfallen und das Schicksal seiner Insassen vergessen zu werden. Deswegen haben wir mit der Aufarbeitung der Geschichte des Gebäudes, mit Recherchen zum Alltag im "Judenhaus" Villa Buth und zum Schicksal der Insassen in literarischer, filmischer und dreidimensionaler Form einen Beitrag gegen das Vergessen geleistet und den Opfern ein Gesicht gegeben. Film und App im Buchrücken.

Projektziele

Dieses Projekt soll helfen, das Schicksal der Insassen der Villa Buth vor dem Vergessen zu bewahren. Es soll klar machen, dass sich der Holocaust auch in unserer Region "vor unserer Haustür" abgespielt hat. Es soll bewirken, dass jeder dazu beitragen kann, dass er sich nicht wiederholt und aktuellen Tendenzen des Populismus, des wiederaufkeimenden Nationalismus und der Diskrimierung von Minderheiten entgegenwirken.

Aufgabe der Jugendlichen

Im Schuljahr 2017/18 fand am Heilig-Geist-Gymnasium Würselen ein Projektkurs in der Q1 mit dem Thema "Villa Buth - Zwischenstation zum Holocaust" unter meiner Leitung statt. Die Arbeiten an den Projekten liefen über den Kurs hinaus bis zum Erwerb des Abiturs durch die Projektkursmitglieder im Juli 2019 weiter. Die 19 Schülerinnen und Schüler des Kurses haben - unterstützt durch denkmal aktiv - die Geschichte des Gebäudes und insbesondere dessen Funktion als Judenhaus bzw. Sammellager von März 1941 bis Juli 1942 recherchiert und jeweils Projektarbeiten zur Geschichte des Gebäudes, zu dem Thema Alltag und Überwachung der jüdischen Insassen, zu mehreren Einzelschicksalen der Insassen, zu einer steckbriefartigen Darstellung aller Insassen (mit Fotografien aus den Kennkarten) verfasst. Dabei wurden auch mehrere Zeitzeugeninterviews geführt, deren Ergebnisse Bestandteil der Arbeiten geworden sind. Daraus ist zunächst ein 315-seitiger Abschlussband entstanden. Zudem haben die Schüler ein 3D-Modell der Villa Buth erstellt und mit dem schuleigenen 3D-Drucker ausgedruckt. Das aufklappbare Modell gibt Einblick in den Zustand (und in das Innere) des Gebäudes zur Zeit seiner Funktion als Judenhaus. Zudem hat ein aus vier Schülern bestehendes Filmteam einen 40-minütigen Film zum Projektthema erstellt.
Es haben bereits Ausstellungen der Ergebnisse in der Schule und im Rahmen der Ausstellung "We the six million" stattgefunden. Zusätzlich sind mehrere Zeitungsartikel zum Projekt erschienen (Aachener Nachrichten, Jülicher Nachrichten). Gegenwärtig findet eine Ausstellung im Museum Zitadelle Jülich statt.
Die Projektergebnisse wurden am 2.7.2019 durch den Jülicher Geschichtsverein (unter maßgeblicher Mitwirkung von Herrn Guido von Büren und Frau Susanne Richter) in Form des beiliegenden Buches veröffentlicht.

Weitere Hintergründe zum Projekt können den Seiten 6-13 des beiliegenden Buches entnommen werden. Die Namen der beteiligten Schülerinnen und Schüler, die mittlerweile erfolgreich ihr Abitur abgelegt haben, finden sich auf der Rückseite des Deckblattes und stimmen außerdem mit den Verfassernamen der Beiträge überein.

Projektverlauf

Die „Villa Buth“ in Jülich droht zu verfallen und das Schicksal der Insassen vergessen zu werden. Damit wollte sich die Projektkursschülergruppe nicht abfinden, zumal das Gebäude der einzige Erinnerungsort mit direktem Bezug zum Holocaust in der Region ist. Im Schuljahr 2017/18 fand der Projektkurs in der Q1 mit dem Thema "Villa Buth - Zwischenstation zum Holocaust". Die Arbeiten an den Projekten liefen über den Kurs hinaus bis zum Erwerb des Abiturs durch die Projektkursmitglieder im Juli 2019 weiter. Die Schülerinnen und Schüler haben die Geschichte des Gebäudes und dessen Funktion als Judenhaus von März 1941 bis Juli 1942 recherchiert und Projektarbeiten zur Geschichte des Gebäudes, zu dem Thema Alltag und Überwachung der jüdischen Insassen, zu mehreren Einzelschicksalen, zu einer steckbriefartigen Darstellung aller Insassen verfasst. Dabei wurden Zeitzeugeninterviews geführt. Zudem haben die Schüler ein 3D-Modell der Villa Buth erstellt und ausgedruckt. Das aufklappbare Modell gibt Einblick in den Zustand (und in das Innere) des Gebäudes zur Zeit seiner Funktion als Judenhaus. Zudem hat ein aus vier Schülern bestehendes Filmteam einen 40min Film zum Projektthema erstellt. Es haben bereits Ausstellungen der Ergebnisse in der Schule und im Rahmen der Ausstellung "We the six million" stattgefunden. Zusätzlich sind mehrere Zeitungsartikel zum Projekt erschienen. Gegenwärtig findet eine Ausstellung im Museum Zitadelle Jülich statt. Die Projektergebnisse wurden am 2.7.2019 durch den Jülicher Geschichtsverein in einem Buch veröffentlicht, das Ihnen auf postalischem Weg zugeht.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Die Diskrimierung von Minderheiten und insbesondere Antisemitismus sind leider auch in der Gegenwart noch allzu präsent. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit ihren Arbeiten damit auseinandergesetzt, welch katastrophale Folgen es haben, wenn sich diese Denkmuster und Ideologien in einer Gesellschaft durchsetzen. Die Schülerinnen und Schüler haben bei dem Zeitzeugeninterview mit der einzigen überlebenden jüdischen Insassin erfahren, wie wichtig Toleranz und Vielfalt für unsere Gesellschaft sind.

4 Stimmen

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Infos

Name der Einrichtung

Heilig-Geist-Gymnasium Würselen

Website »

Ort

Würselen

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

18