Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Verein/Verband

Respect us! - Für mehr Toleranz, gegen Ausgrenzung

Unser Thema ist Ausgrenzung und Diskriminierung (in Anbetracht politischer und demokratischer Bildung von Kindern und Jugendlichen). Im Alltag fühlen sich unsere Jugendlichen oft aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder wegen des sozialen Status ausgegrenzt und beleidigt. Sie wünschten sich deshalb etwas Kreatives und Außergewöhnliches. Nach einigen Diskussionen waren sich alle einig: Sie wollen kulturelle Unterschiede über das künstlerische Medium präsentieren: eine große Mauer soll gesprayt werden, dies videografisch begleitet und mit einem selbstgeschriebenem Rap musikalisch untermalt.

Projektziele

1. Förderung der Partizipation und Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund
2. Unsere zivilgesellschaftliche Arbeit vor Ort soll für die breitere Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden und angeregt werden, sich mit den Themen mehr auseinander zu setzen.
3. Zusammenhalt und Förderung des Teamgedankens untereinander

Aufgabe der Jugendlichen

Das Projekt „Respect us! - Für mehr Toleranz, gegen Ausgrenzung“ ist bei unserem Jugendtreff „JugendZeit“ entstanden. Linda Stephens, Erzieherin in Ausbildung und Jugendleiterin koordiniert dieses Angebot. Sie hat den Jugendlichen von dem Jugend-Engagement-Preis der Staatskanzlei RLP berichtet, der die politische/demokratische Bildung von Kindern und Jugendlichen im Fokus hat. In der Diskussion mit den Jugendlichen habe sie nach bestehenden Probleme und Sorgen gefragt, auf die mit einem Beteiligungsprojekt die Wormser Bevölkerung aufmerksam gemacht werden könnte. Die Jugendlichen haben direkt das Thema „Ausgrenzung und Diskriminierung“ genannt. In ihrem Alltag fühlen sie sich oft aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder wegen des sozialen Status ausgegrenzt und beleidigt. Sie wünschten sich deshalb etwas Kreatives und Außergewöhnliches. Nach einigen Diskussionen waren sich alle einig, dass sie sehr gerne eine Wand mit einem aussagekräftigen Graffiti schmücken wollen, den ganzen Prozess videografisch begleiten möchten und dazu mithilfe eines selbstgeschriebenen Raps dem ganzen noch eine musikalische Untermalung zu bieten.

Neben der inhaltlichen Gestaltung und Planung ist natürlich auch die Ausführung der Aktion selbst Aufgabe der Jugendlichen.

Im Anschluss der Aktion fand ein Pressegespräch am Aktionsort statt. Hierzu wurden die Jugendlichen eingeladen und von der Presse interviewt.

Projektverlauf

Für junge Leute gibt es seit 2017 ein neues Angebot im ALISA Zentrum: die JugendZeit. Diese findet aktuell alle zwei Wochen freitags von 16.00 - 19.00 Uhr statt. Angesprochen sind aktuell junge Leute etwa zwischen 11 und 18 Jahren. Die Altersgruppe ist aber nach oben hin offen. In der Zukunft wird es sich ganz praktisch zeigen, wer tatsächlich kommt. Geleitet wird dieses Angebot von Linda Stephens - sie ist 26 Jahre alt, ausgebildete Jugendleiterin und macht zurzeit eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin im ALISA Zentrum Worms. Inhaltlich gesehen geht es hier primär darum, Zeit gemeinsam und untereinander zu verbringen. Gemeinsam werden Aktionen und Ausflüge geplant oder einfach Filme geguckt, Musik gehört, Spiele gespielt oder gekocht. Außerdem sind wir Ansprechperson für Fragen rund um Schule, Ausbildung, Beschäftigung und Arbeit, insbesondere im Übergang Schule und Beruf. Wir hören zu bei Sorgen und Schwierigkeiten und unterstützen auch in Sachen Jobcenter und Agentur für Arbeit. In der Vergangenheit wurden schon unterschiedliche Aktionen mit den Jugendlichen geplant und umgesetzt: beispielsweise wurde eine Jugendordnung entworfen, die Teil der Satzung ist. Einmal im Jahr findet eine Jugendvollversammlung statt. Es wurden Kooperationen mit der Jugendmusikschule und der Jugendkunstakademie in Worms geschlossen. Wir waren Teil der 72-Stunden-Aktion und haben uns auf dem RLP-Tag 2018 in Worms präsentiert.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

In unserer pädagogischen Arbeit steht das Kind im Mittelpunkt. Unsere Aufgabe ist es, diese Kinder und Heranwachsende zu fördern, ohne Ansehen der Person, des Geschlechts, des Alters, der Herkunft, der Religion oder der Hautfarbe. Wir wecken Neugier und Interessen durch praktische Impulse und Angebote. Soziale Benachteiligung grenzt aus, von Bildung und der Teilhabe am gesellschaftlichen und öffentlichen Leben. Wir möchten Türen für ein selbstbestimmtes Leben in eigener Verantwortung öffnen: zum Beispiel durch Sprachförderung, Zugang zu Kunst, Büchern, Musik, Sport und Natur.

98 Stimmen

Infos

Name der Einrichtung

ALISA Zentrum Worms

Website »

Ort

Worms

Bundesland

Rheinland-Pfalz

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

14