Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Verein/Verband

Leverkusen was geht?!

Leverkusen was geht?! – Begegnungsprojekt für junge Leute
Medienpädagogisches Begegnungsprojekt mit geflüchteten und einheimischen Jugendlichen.
Ankommen braucht Begegnung! Auf Initiative von jungen Geflüchteten aus den Geflüchteten-Einrichtungen der Stadt Leverkusen und Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung hat die Stadt Leverkusen Möglichkeiten geschafft, dass junge Leute mit und ohne Fluchtgeschichte miteinander in Kontakt kommen.
In zwei Projektbausteinen konnten Jugendliche und junge Erwachsene sich kennenlernen und gemeinsam an Medienprojekten arbeiten.

Projektziele

Das Projekt hat außerschulische Begegnung von Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund ermöglicht und diese empowert ihre eignen Erfahrungen der Migration oder mit Migration künstlerisch zu verarbeiten und darüber in gemeinsamen Austausch zu kommen.

Aufgabe der Jugendlichen

Junge Erwachsene mit und ohne Fluchthintergrund drehten zum Thema „Leverkusen was geht?“ Kurzfilme.
Im Workshop lernten 15 junge Erwachsene die wichtigsten Produktionsschritte, angefangen von der Ideenentwicklung über Kameraeinstellung und Dreh bis hin zum finalen Schnitt. Der Workshop wurde von erfahrenen Filmschaffenden geleitet. Anschließend wurden die Kurzfilme bei einer feierlichen Premiere im Kommunalen Kino Leverkusen vorgeführt. Die Premiere wurde von den Jugendlichen selbst organisiert.
Der Workshop fand im Rahmen der Reihe WILLKOMMEN IM KINO statt, die von Bayer Kultur und der Stadt Leverkusen gemeinsam veranstaltet wird.

Von September bis Dezember 2018 trafen sich ca. 15 Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund regelmäßig in gemischten Kleingruppen und erkundeten Leverkusen und seine Freizeitaktivitäten. Durch medienpädagogische Begleitung und die Berichterstattung in Sozialen Medien (Facebook, Twitter, Instagram, Blogs) wurden Fragen nach Gewohnheiten, Beziehungen und Interessen aufgeworfen und die gemeinsamen Aktionen dokumentiert.

Projektverlauf

Im Sommer 2017 sprachen Jugendliche aus den Gemeinschaftsunterkünften der Stadt Leverkusen uns Fachkräfte darauf an, wie es möglich wäre, Gleichaltrige kennenzulernen und Verbindungen zu schaffen. Aus diesem Anliegen heraus wurde Kontakt zum Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung aufgebaut, da Schüler*innen aus den Integrationsklassen ähnliche Wünsche formuliert hatten. Schnell wurde dann ein Begegnunsprojekt mit zwei Bausteinen konzipiert, bei dem Bayer Kultur und die Volkshochschule Leverkusen unterstützten. Im ersten Teil wurden mit viel Energie und Aufwand Kurzfilme in vier Kleingruppen gedreht, in denen die Jugendlichen ihre Erfahrungen der Gastfreundschaft oder auch unschöne Erfahrungen mit Rassismus vor die Kamera brachten. Abschluss fand dieser Projektteil in einer Filmpremiere im Kinosaal des Forums Leverkusen, die etwa 100 Besucher*innen hatten und bei welcher die Jugendlichen voller Stolz ihre Ergebnisse präsentierten. Im zweiten Projektteil traf sich eine leicht veränderte Gruppe einmal monatlich im Jugendhaus Rheindorf, um über die Relevanz und Allgegenwärtigkeit sozialer Medien zu sprechen. Ebenfalls einmal monatlich besuchte die Gruppe gemeinsam Freizeitaktivitäten, beispielsweise den Klettergarten in Leverkusen-Opladen, ein Spiel von Bayer Leverkusen oder die Boulderhalle in Köln-Mülheim. So lernten sie sich gegenseitig und mögliche Freizeitaktivitäten in der Stadt Leverkusen und dem Umkreis näher kennen.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Von vornherein war uns wichtig, kein weiteres Angebot "nur" für Geflüchtete zu schaffen. Wir wollten Begegnung Gleichaltriger mit unterschiedlichen Hintergründen schaffen. Nachdem dies im ersten Projektteil schwer zu verwirklichen war, schafften wir es, für den zweiten Projektteil einige Schüler*innen der Sozial-AG eines Gymnasiums zu gewinnen. Der interkulturelle Austausch unter Gleichaltrigen wurde so zu einem großen Gewinn für alle Beteiligten.

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Infos

Name der Einrichtung

Fachbereich Soziales, Stadt Leverkusen

Website »

Ort

Leverkusen

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

17