Wettbewerb 2019-2020 | Kategorie: Geschichte/Politik

Mit eigenen Augen sehen, wovon andere reden

Wir fuhren auf eine Gedenkstättenfahrt und bereiten sie jetzt künstlerisch und dokumentarisch auf (Kunstwerke, Modelle, Gedichte, Filme, Popupbooks usw.), um sie dann in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Unser Thema ist der Kampf gegen rechtes Gedankengut und das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Ziel ist es, die kaum noch vorhandenen Zeitzeugen soweit es geht durch unsere Erinnerungskultur zu ersetzen und für die nächste Generation wach zu halten.

Projektziele

Erklärte Ziele sind die Vorbeugung gegen Rechtsradikalismus und der Kampf gegen jegliche Form der Diskriminierung. Mit einer neuen Form der Erinnerungskultur wollen wir folgenden Generationen zeigen, wohin rechtes Gedankengut führen kann und wie wichtig es ist, frühzeitig Widerstand zu leisten und jegliche Formen von Ausgrenzung und Intoleranz wahrzunehmen und dem zu begegnen.

Aufgabe der Jugendlichen

Wir werden im Rahmen unseres Projektkurses ein Endprodukt zur Aufarbeitung unserer Gedenkstättenfahrt nach Berlin, Auschwitz und Krakau anfertigen. Dazu haben wir in Kleingruppen oder allein eine Projektstrukturplanung erstellt.

Projektverlauf

Wir sind Schüler*innen eines abiturrelevanten Projektkurses, den wir gewählt haben. Seit 15 Jahren führt unsere Schule eine Gedenkstättenfahrt durch, die quasi legendär ist. Ehemalige Teilnehmer berichten den zukünftigen von ihren Erlebnissen und tragen so ihre Eindrücke und Erfahrungen immer weiter. Daran teilnehmen zu können, ist für uns alle etwas ganz Besonderes, denn diese Erlebnisse machen etwas mit einem und sind prägend für unser Leben und unsere Selbstfindung sowie für unsere Weltdeutung.
Als Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage setzen wir uns getreu unserem Schulmotto "Hand in Hand" immer wieder für Vielfalt und Integration ein. Das ist unser Alltag in einer multikulturellen Schule. Unsere Aktivitäten kann man gar nicht alle aufzählen; in diesem Schuljahr haben wir zur Pogromnacht eine Ausstellung konzipiert und eine Gedenkstunde gestaltet, wir sind aktiv immer bei den Gedenkveranstaltungen unserer Stadt dabei, kochen gemeinsam jüdisches Essen, reinigen die Velberter Stolpersteine, besuchen die Synagoge, laden Zeitzeugen ein, bekommen Besuch vom WDR oder von der Aktion Sühnezeichen, nehmen am Anne Frank Tag teil und präsentieren dazu eine Ausstellung. Geplant sind jetzt Skulpturen, Kunstwerke und Gedichte zur Gedenkstättenfahrt. Außerdem bereiten wir Schulstunden für unsere Sekundarstufe 1 vor und machen Umfragen über Whatsapp. Präsentiert werden unsere Produkte immer in einer Ausstellung und natürlich der Schulhomepage sowie auf der kommenden Gedenkstunde am 9.11.2019, die wir zusammen mit den Gemeinden, der Stadt und der VHS organisieren.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Deutschtum, Nationalismus und eine geschlossene Volksgemeinschaft haben zu dem geführt, was zwischen 1933 und 1945 geschah. Das darf nicht noch einmal sein. Diversität, Multikulti und Integration aller statt Exklusivität können dem vorbeugen. Wir setzen uns dafür ein, dass es zusammen schöner und bunter ist.

76 Stimmen

Für dieses Projekt abstimmen

Bitte logge dich bei Facebook ein, damit du deine Stimme abgeben kannst.

Alternativ kannst du auch per E-Mail voten:

Infos

Name der Einrichtung

Städtische Gesamtschule Velbert Mitte

Ort

Velbert

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

18