Wettbewerb 2017-2018 | Kategorie: Jugendeinrichtung

"Kulturelle Vielfalt vs. Ausgrenzung", eine digitale Fotostory mit dem Titel: "Das Opfer"

Unser Projekt ist eine digitale Fotostory. In Zeiten der Digitalisierung stellt die Fotostory ein optimales Medium da, unser Thema "Kulturelle Vielfalt vs. Ausgrenzung" zu präsentieren und anschaulich zu gestalten. Wir haben eine Story entwickelt, bei der diese zwei Aspekte verdeutlicht werden. Gemeinsam haben wir uns für das Thema Mobbing entschieden. Kein Mensch hat das Recht, jemanden aufgrund seines Aussehens, seiner Herkunft oder religiöser Abstammung auszugrenzen. In einer Gesellschaft der Vielfalt ist es umso wichtiger, Toleranz, Respekt und vorurteilsbewusste Erziehung zu fördern.

Projektziele

Das Projekt soll verdeutlichen, dass Mobbing eine Art Ausgrenzung ist und es in einer Gesellschaft der Vielfalt keinen Platz für Hass, Selektion und Gewalt geben darf. Menschen sollen in Bezug auf Mobbing sensibilisiert werden. Wir möchten, dass andere Menschen sich ein Beispiel nehmen und gegen Ausgrenzung aufstehen und "Nein" sagen. Ein weiteres Ziel ist das Vermitteln von Zivilcourage, Mut und Selbstbewusstsein. Es ist ein leichtes, in einer Gruppe stark zu sein. Aber wie sieht es aus, wenn man alleine mit seiner Meinung ist. Wir verdeutlichen, dass auch eine einzige Stimme etwas verändert.

Aufgabe der Jugendlichen

Angebot 1: Im ersten Angebot haben die Kinder einen Zeitstrahl erstellt. Eine erste Auseinandersetzung mit Comics und Fotostory. Plakat erstellt, mit den Kriterien für eine Fotostory.
Angebot 2: In diesem Angebot geht es um das Exposé und der damit verbundenen frei erfundenen Geschichte für die Fotostory. Die Kinder erfinden und konkretisieren eine Geschichte und schreiben sie anschließend nieder (Exposé).
Angebot 3: Das Storyboard wird erstellt. In Gruppen eingeteilt, gestalten die Kinder das Storyboard. Dabei müssen sie Scribbles (Zeichnungen) und detaillierte Informationen festhalten - wie Ort, Zeit und Emotionen.
Angebot 4: Jetzt geht es in die Praxis. Die Kinder bringen ihre Digitalkamera mit und erlernen das notwendige Sachwissen im Umgang mit dieser. Mit einer Prüfung zum Erwerb eines Kamera-Führerscheins endet dieses Angebot.
Angebot 5: Die Kinder erstellen gemeinsam die benötigten Materialien (evtl. Kostüme, Deko, Schilder usw.) für die Fotostory. Übungen, wie z. B. Standbilder üben, Emotionen darstellen, runden dieses Angebot ab.
Angebot 6: Dies ist der erste Teil, an dem wir mit unseren Digitalkameras die im Storyboard festgelegten Orte besuchen und verschiedene Szenen fotografieren. Bevor es losgeht, wird festgelegt, wer bei welcher Szene Regisseur und Fotograf ist.
Angebot 7: Die Fortsetzung zum Angebot 6. Auch hier legen die Kinder den Regisseur und Fotografen fest, bevor es anschließend zu den verschiedenen Orten geht, um die Szenen zu fotografieren.
Angebot 8: Nun werden die digitalen Fotos am Computer mit Hilfe einer geeigneten Software bearbeitet und in Form einer Fotostory erstellt. Die Projektmitglieder sind in zwei Gruppen eingeteilt. Die andere Gruppe gestaltet die Fotostory auf einer Papierrolle.
Angebot 9: Wie im Angebot 8, bearbeiten die Kinder die Fotos. Die Gruppen wechseln ihr Aufgabenfeld.
Angebot 10: Die Fotostory ist fertig. Gemeinsam bei Pizza oder Waffeln schauen wir uns die Fotostory auf Leinwand an. Premiere vor der Premiere.
Angebot 11: Premiere: Eltern, Freunde und Bekannte werden ins JUZ eingeladen. Bei Kaffee, Kuchen und kalten Getränken wird das Projekt vorgestellt und die Fotostory auf Leinwand präsentiert.

Projektverlauf

Fünf Kinder und Jugendliche hatten die Idee, eine Fotostory zu entwickeln. An den Interessen angeknüpft, habe ich im Rahmen meines Berufspraktikums zum staatlich anerkannten Erzieher die Idee aufgegriffen und die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Projekt unterstützt. Was den Auslöser betrifft, war es anfänglich gar nicht klar, wo die Reise hingeht. Jedes Kind sollte sich eine Geschichte überlegen und diese präsentieren. Ein Kind erzählte uns eine Geschichte zum Thema Mobbing, welches es selbst erlebt hatte. Alle Kinder waren sehr bewegt und beschlossen dies als Thema der Fotostory zu machen. Mobbing beinhaltet Ausgrenzung und Gewalt. Dieser Inhalt hat uns dann auf die Idee gebracht, ein Projektthema entstehen zu lassen, indem es um kulturelle Vielfalt und Ausgrenzung geht. Schnell ist es passiert dass jemand ins Abseits gerät und selbst gar nichts dafür kann. Oft ist es eine Kleinigkeit die Menschen dazu veranlasst, andere auszugrenzen. Wir möchten anhand digitaler Bilder und Sprechblasen eine Geschichte erzählen, die verdeutlicht, was es heißt ausgeschlossen zu werden. Gleichzeitig spiegelt unsere Geschichte den Aspekt der Zivilcourage wieder. Selbstbewusst ist jede Stimme wertvoll und steht für Toleranz, Respekt und ein friedliches Miteinander in einer Gesellschaft der Vielfalt. Eine digitale Fotostory ist vielseitig einsetzbar und kann unterschiedliche Themenbereiche abdecken. Gerade mit Schulkindern ist es eine Herausforderung, aber zeitgleich auch die Chance, den Kindern und Jugendlichen spielerisch den Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen..

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Vielfalt ist der Schlüssel zur Bildung. Sei es die Herkunft, das Alter, das Geschlecht oder andere Merkmale, die jeden Menschen einzigartig machen. Wichtig ist, dass man sich gegenseitig wertschätzt, unterstützt und keine Vorurteile hat. Jeder kann von jedem lernen. In unserem Projekt ist Vielfalt auf unterschiedlichste Weise gegeben. In unserer Gruppe ist ein Kind mit Migrationshintergrund und ein weiteres Kind hat eine körperliche Behinderung (Sehbehinderung). Unsere Fotostory "Das Opfer" spiegelt die Gesellschaft der Vielfalt wieder. Mitläufer, Anführer, Opfer oder Oppositionist.

57 Stimmen

Infos

Name der Einrichtung

Jugendzentrum "AS" Niedersprockhövel

Website »

Ort

Sprockhövel

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

12