Wettbewerb 2017-2018 | Kategorie: Projektwochen/AG´s/Seminare & Co

ZOOM. Die Welt im Smartphone

Zwei Klassen der kaufmännischen Wessenberg-Schule, eine mit Einheimischen und eine mit Geflüchteten, setzen ihre Smartphones als Kamera ein, um Videobotschaften auszutauschen, Fragen zu stellen, sich und ihren Blick auf Schule und Welt mitzuteilen. Eine langsame Annäherung, die Neugier aufeinander weckt und schließlich in eine reale Begegnung mündet.

Projektziele

Die Wessenberg-Schule Konstanz ist eine Kaufmännische Schule mit sechs verschiedenen Schularten. Die SchülerInnen kommen aus x Nationen. Und seit 2015 gibt es auch Klassen für jugendliche Flüchtlinge. Aber im Schulalltag haben wir wenig Berührungspunkte. Ziel des Projekts war deshalb eine Begegnung, bei der wir gleichberechtigt zu Wort kommen sollten. 30 SchülerInnen der Wirtschaftsschule und einer Flüchtlingsklasse wollten herausfinden: Wer sind wir? Wer sind die anderen?

Aufgabe der Jugendlichen

Wir Schüler haben 197 Handyfilme selber gedreht und erhielten zuvor eine Einführung in die Grundlagen des Filmemachens. Mithilfe von Theaterspielen, Improvisationsübungen und Spielanweisungen haben wir das Material und Fragen an die jeweils andere Gruppe selbst gestaltet. Wir haben als Regisseure, Darsteller, Filmer, Musiker und Texter fungiert.

Projektverlauf

Durch den verstärkten Zuzug von Flüchtlingen im Jahr 2015 hatte sich auch an der Wessenbergschule eine neue Situation ergeben. Aktuell gibt es zwei für Flüchtlinge eingerichtete Klassen. In der an den Schulhof angrenzenden Turnhalle der Schule waren Flüchtlingsfamilien untergebracht. Ein Anliegen der Schule war es, eine Verbindung zwischen den beiden bislang getrennten Lebenswelten herzustellen. Das Projekt war in drei Phasen gegliedert: In Phase 1 haben wir mithilfe von Theaterübungen eine kurze Selbstdarstellungs-Performance entwickelt. Dieser Prozess wurde filmisch dokumentiert und zu einem Image-Film verarbeitet.

In Phase 2 haben wir selber kurze Videoclips aufgenommen, in denen wir z. B. zum Ausdruck bringen, wie wir die Schule und unsere Umwelt wahrnehmen. Sowohl der Imagefilm als auch die Handyfilme wurden als Videobotschaften an die jeweils andere Klasse geschickt und bereiteten so die 3. Phase vor: Die SchülerInnen beider Klassen begegneten sich beim gemeinsamen Anschauen der entstandenen Handyfilme und einem gemeinschaftlichen Kochen und Essen persönlich.
Die Filmpremiere fand am 5. Juli 2017 vor einem begeisterten und berührten Publikum statt. Weitere Aufführungen sind in Planung. Als Unterrichtsmaterial zum Thema Integration soll der Film auch an anderen Schulen gezeigt werden.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

UNSERE SCHULE IST GELEBTE VIELFALT. Aber im Schulalltag haben wir wenig Berührungspunkte. Mit unserem Filmprojekt wollten wir herausfinden: Wer sind wir? Wer sind die anderen? Wir haben uns Fragen gestellt: „Denkt ihr, Ausländer sind gefährlich, oder was? Oder sie sind Terroristen?“ (Behzad) und Antworten bekommen: „Es liegt nicht an der Herkunft wie die Person ist, sondern an der Person selber.“ (Rami) und haben uns kennen gelernt: "Wir verstehen jetzt, wie man mit deutschen Leuten sprechen kann – spielend – und Kontakt haben." (Abdul)

Infos

Name der Einrichtung

Wessenberg-Schule Konstanz

Ort

Konstanz

Bundesland

Baden-Württemberg

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

17