Wettbewerb 2017-2018 | Kategorie: Jugendeinrichtung

"Wir sitzen alle in einem Boot" - Integrationsboote

Das Projekt dient der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen in der Region. Vor allem junge Geflüchtete sollen trotz Krieg und Fremde eine Kindheit und Jugendzeit ohne Ausgrenzung erfahren. Das Angebot richtet sich auch an die einheimische Jugend. Vor allem in sozial schwachen Familien sind die Vorurteile und Ressentiments gegenüber Flüchtlingen groß. Unter der aktiven Einbeziehung dieser Gruppe soll Empathie geweckt und Ausgrenzung reduziert werden.

Projektziele

Wassersport ist in der Region ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Viele Flüchtlingsfamilien sehen keine Möglichkeit in etablierten Vereinen anzukommen. Viele scheuen sich wegen fehlender Geldmittel und der homogenen Struktur der Vereinslandschaft in Kanu- oder Bootsvereine einzutreten und sich in das gesellschaftliche Leben zu integrieren. Das gleiche trifft aber auch auf unsere Kinder und Jugendliche aus den sozial benachteiligten Familien zu. Wir wollen zeigen, dass mit solchen Aktivitäten Gemeinschaft geschaffen werden kann.

Aufgabe der Jugendlichen

Gestaltung der Boote und Dekorationswände für die Aktionstage
Mitorganisation der Aktionstage
Planung und Betreuung von Mitmach-Aktionen am 2. Aktionstag

Projektverlauf

Unser Team kommt aus der AWO Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung "Teen Club" in Barby. In unserer Region gehört Wassersport zum gesellschaftlichen Leben. Wir haben bemerkt, dass die Kinder und Jugendlichen aus den Flüchtlingsfamilien diese Angebote nicht nutzen. Unter dem Motto "Wir sitzen alle in einem Boot" wurden Mannschaftsschlauchboote zusammen mit Jugendlichen und Kindern aus Flüchtlingsfamilien und sozial benachteiligten Familien der Region Barby in der 36. Kalenderwoche gestaltet. Neben den Booten wurden auch Stellwände für die einzelnen Stationen des Aktionstages und als Orientierungspunkte im Seepark mit Graffiti dekoriert. Entstanden sind farbenfrohe Elemente, die den Seepark schmückten. Danach wurden am 12. September die Boote mit ca. 300 Gästen erstmals zu Wasser gelassen. Unsere Gäste waren Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Jugendeinrichtungen sowie den Schulen und unterschiedlicher sozialer Herkunft. Neben den Aktionen mit den Booten konnten wir weitere Rallyes am Strand anbieten, die unsere Jugendlichen eigenverantwortlich durchgeführt haben. Eine Bootsralley mit 6 Mannschaften bildete den Abschluss.
Die gemeinsamen Aktionen und Ausflüge auf Elbe und Saale sowie im „Seepark“ in Barby in den Monaten Mai bis Oktober bilden ein Pilotprojekt, das sich in den nachfolgenden Jahren wiederholen soll und Modellcharakter für weitere ähnliche Projekte haben kann. Das Angebot ist als Ergänzung, nicht als Konkurrenz, zur örtlichen Vereinslandschaft zu sehen. Eine Öffnung des Angebotes in Richtung bestehender Vereine und Organisationen ist erwünscht.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Die Stadt Barby ist mit 8.500 Einwohnern eine typische Kleinstadt in der Elbe-Saale-Region. Viele der in Barby lebenden Flüchtlingsfamilien kommen aus Syrien und finden in der Kommune nur schwer Anschluss. Wir möchten eine offene Willkommenskultur leben und den Familien unsere Freizeitaktivitäten anbieten. Außerdem versuchen wir mit unseren Aktivitäten in der örtlichen Bevölkerung, Vorurteile und Ängste in Bezug auf Flüchtlinge und Migranten abzubauen, auch bei unseren Kindern und Jugendlichen, die unseren Jugendclub nutzen.

130 Stimmen

Infos

Name der Einrichtung

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung "Teen Club"

Website »

Ort

Barby (Saale)

Bundesland

Sachsen-Anhalt

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

13