Wettbewerb 2017-2018 | Kategorie: Jugendeinrichtung

Raufen nach Regeln

Raufen nach Regeln ist ein soziales Sportprojekt. Hierbei wird Kindern und Jugendlichen der Spaß an der Bewegung und besonders an den Kampfsportarten Ringen und Kickboxen nahe gelegt. Da Kampfsport bekanntlich auf großes Interesse bei dieser Zielgruppe trifft, wird so eine aktive Teilnahme erreicht und der Weg zur sozial-pädagogischen Arbeit eröffnet.

Projektziele

Das Projekt soll helfen, das Selbstvertrauen der benachteiligten Jugendlichen aufzubauen. Gleichzeitig sollen überschüssige Energien unter einem gesetzten Regelwerk die Möglichkeit zum Ausklang finden. Weiterhin wird die interkulturelle Begegnung gefördert und somit Rassismus oder Abschottung entgegen gewirkt. Sprachbarrieren und Berührungsängste werden so überwunden. Disziplin, Regeln im Umgang des Miteinander und Spaß an Bewegung sollen so einen Beitrag zum gesunden und sozialen Leben beitragen.

Aufgabe der Jugendlichen

Die Jugendlichen beteiligen sich körperlich aktiv an dem sozialen Sportprojekt "Raufen nach Regeln". Die interkulturelle Begegnung wird durch den Sport erleichtert. Körperkontakt, Disziplin und Respekt sind einige der Vorzüge aus dem Kampfsport, die Berührungsängste abbauen und den Jugendliche zur aktiven Teilnahme und Mitgestaltung motivieren. Das Lernen und Lehren ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Das Projekt bedient die Gruppe von Jugendlichen, die sonst sozial benachteiligt sind. Hierzu gehören unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Jugendliche, die im Auftrag des Jugendamtes betreut werden.

Projektverlauf

Das Projekt Raufen nach Regeln wurde 2012 erstmals als soziales Schulprojekt durch den ASV Mainz 88 gegründet. Während meinem Studium zum Sportwissenschaftler lernte ich das Projekt als Übungsleiter kennen. Nach dem Abschluss meines Studiums übernahm ich -neben der Übungsleitertätigkeit- die Projektleitung der neuen außerschulischen Einrichtungen das "Jugendhilfezentrum Lionhof" und die "Malteser Werken". Somit wurde die Zielgruppe auf die benachteiligten Jugendlichen ausgeweitet. Es handelt sich um Betreute im Auftrag des Jugendamtes und um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Durch den Erfolg des Projekts und die regionale mediale Aufmerksamkeit, erreichten wir in diesem Jahr die Aufnahme als Stützpunktverein des Landessportbundes RLP im Projekt "Integration durch Sport". Hier fungiere ich zusätzlich als ehrenamtlicher Integrationsbeauftragter.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Unser Projekt hat sich das Thema Vielfalt und Integration zum Schwerpunkt genommen. Neben der bereits erwähnten Ernennung zum Stützpunktverein im Bundesprogramm "Integration durch Sport" sehe ich immer wieder in der Praxis, dass Jugendliche mit Vorurteilen gegenüber Ausländer diese im direkten Kontakt mit den Flüchtlingen und Deutschen mit Migrationshintergrund abbauen können. Andererseits wird besonders die Gruppe der UMAs aus ihrem internationalen Freundeskreis während der Sporteinheiten herausgezogen und lernt sich mit der allgemein bekanntesten Sprache verständigen zu müssen.

1 Stimmen

Infos

Name der Einrichtung

Jugendhilfezentrum Lionhof e.V.

Website »

Ort

Mainz

Bundesland

Rheinland-Pfalz

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

16