Wettbewerb 2017-2018 | Kategorie: Geschichte/Politik

Map the Gap - Am Grenzlandmuseum Eichsfeld

Mit dem Projekt map the gap wollen wir anderen jungen Menschen die Gelegenheit bieten, sich spielerisch mit dem Smartphone via GPS mit den negativen Folgen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinanderzusetzen. Konkret wollen wir am Ort des Grenzlandmuseums Eichsfeld auf das menschenfeindliche System des DDR Regimes verweisen. Dazu erstellen wir spezielle Fragen für einen GPS-Guide, der über Smartphones mit einer App aufgerufen werden kann und anschließend von Besuchern des Museums genutzt werden kann.

Projektziele

Das Projekt verfolgt das Ziel, sich aktiv mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinanderzusetzen und damit das Bewusstsein zu schärfen, vorurteilsfrei den Mitmenschen zu begegnen. Am bewusst gewählten Ort des Grenzlandmuseums steht auch der historische Aspekt im Zentrum, wobei am negativen Beispiel der DDR die Notwendigkeit einer freien, demokratischen Gesellschaft herausgearbeitet wird. Zudem steht das sinnvolle Nutzen neuer Medien im Mittelpunkt. Eine Besonderheit dieses Projekts ist es, dass wir für andere Jugendliche eine Möglichkeit bieten, ein Museum mit neuen Medien zu erkunden.

Aufgabe der Jugendlichen

Erstellen eines Guides, der an bestimmten Orten in Niedersachsen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aufdeckt. 
Konkret wird ein Guide am Grenzlandmuseum (auf dem Grenzlandweg) erstellt, bei dem Fragen zu beantworten sind, die auf die Menschenfeindlichkeit im System der DDR verweisen.

Projektverlauf

Wir sind eine 9. Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Göttingen (durchschnittlich sind wir 14 Jahre). Im Rahmen eines Pilotprojektes unserer Schule, das multimediales Lernen fördert, wird in diesem Schuljahr unsere Klasse mit iPads ausgestattet. Aus diesem Grund erschien uns die Teilnahme an dem Projekt Map the gap, bei dem die Erstellung einer App im Zentrum steht, sehr interessant.

Außerdem lernen bei uns in der Schule seit ca. 2 Jahren viele Jugendliche aus dem arabischen Raum, die mit den Flüchtlingsströmen 2015 nach Deutschland kamen. In diesem Zusammenhang haben die Flüchtlinge und damit auch wir vielfältige Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht. Während des Projektes haben wir vor Ort am Grenzlandmuseum in Workshops auf vielfältige Weise (u.a. mit Rollenspielen) erfahren, was man unter gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit versteht. Dazu gehören u.a. Rassismus, Sexismus, Homophobie.

Außerdem bot uns der spezielle Ort des Grenzlandmuseums vieles über die Teilung Deutschlands kennenzulernen.  Dabei stellten wir schnell fest! dass wir heute froh sein können, ohne Bedenken unsere Meinung frei äußern zu können (z.B in der Presse und auf Demonstrationen) Besonders reizvoll erschien uns, dass am Ende des Projektes ein echtes Produkt vorliegt. Nicht nur wir, sondern auch andere Jugendliche können künftig am Grenzlandweg mit dem Guide via Smartphone die Menschenfeindlichkeit aufspüren, die an diesem Ort aber auch in der gesamten DDR an den Bürgern verübt worden.

Um noch mehr über Vielfalt im Alltag zu erfahren, haben wir einen ähnlichen Guide in Hannover erlaufen.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Da wir in einer Stadt wohnen, die durch die Universität stark geprägt ist + hier viele Menschen unterschiedlicher Nationalitäten leben, ist es wichtig sich mit Diskriminierung zu beschäftigen. Nach dem Projekt schätzen wir diese Vielfalt an kulturellen Eigenheiten umso mehr. Außerdem wohnen wir nah an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Deshalb fanden wir es interessant, anhand eines authentischen Ortes einen Blick in die Geschichte zu werfen und die menschenfeindlichen Lebensbedingungen in der ehemaligen DDR kennenzulernen. Daher schätzen wir unsere vom GG garantierten Freiheiten bewusster.

3 Stimmen

Infos

Name der Einrichtung

Theodor-Heuss-Gymnasium

Ort

Göttingen

Bundesland

Niedersachsen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

14