Wettbewerb 2017-2018 | Kategorie: Reli/Ethik/Philosophie

Interkulturelles Kinder- und Jugendprojekt

Adnan Kahn (Pakistan) wollte den Rathenowern einen Einblick in das Leben seines Landes gewähren. Er wandte sich an uns, ihm zu helfen, das Leben und die Zustände in Pakistan, besonders den Überfall der Taliban auf die Schule in Peschawar, den Menschen seiner neuen Heimat zu vermitteln. Ein gemeinsamer Aktionstag sollte den Abschluss des Projektes darstellen.

Projektziele

Dieses Projekt macht nicht nur mit den kulturellen Werten Pakistans vertraut, sondern erweitert bei den Teilnehmern den Einblick in weltpolitische Zusammenhänge und so gelangen sie auch zu einer neuen Verantwortungsbereitschaft für die Flüchtlingspolitik in unserer Stadt. Unsere Schüler tragen dazu bei, dass ihre Familien und die Zuschauer der Abschlussveranstaltung ihre Sichtweisen zu diesen Problemen überprüfen.

Aufgabe der Jugendlichen

Auseinandersetzung mit den Ereignissen in Peschewar. Kennenlernen der Traditionen, Bräuche und der Lebensweise in Pakistan. Treffen mit Adnan Kahn, einem Asylbewerber, der in Rathenow eine neue Heimat gefunden hat.

Diskussion und Umsetzung der Textvorlage. Inszenierung der Collage und Aufführung zum Aktionstag.

Projektverlauf

Adnan aus Pakistan (der 8 Sprachen spricht, Dolmetscherstudium absolviert hat, z. Z. als Kellner arbeitet) wollte die Kultur seines Heimatlandes den Rathenowern zeigen und auf die politischen Missstände in Pakistan hinweisen (TALIBAN). Dazu wollte er ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen durchführen. Das Projekt lief über mehrere Wochen.
Das Projekt führte einheimische Rathenower und den neuen Bewohner Adnan zusammen. Die Kinder erfuhren am historischen Ereignis die Grausamkeiten der kriegerischen Auseinandersetzung in Adnans Heimat kennen. Sie versuchten die Gedanken und Gefühle der Opfer und ihrer Angehörigen nachzuempfinden. Die Verarbeitung dieser Erkenntnisse erfolgte in einem Theaterstück. Ihr Ziel war es, die Zuschauer von den Grausamkeiten in Pakistan zu berichten und ihr Mitgefühl für die Opfer und vielleicht eine Einsicht in die Motive dafür, dass Pakistani ihre Heimat verlassen, zu vermitteln. Ziel des Projektes war es nicht nur, eigene Einsichten und Standpunkte zu überprüfen und zu bereichern, sondern bei den Zuschauern vergleichbare Prozesse in Gang setzen.
Die Kellerkinder knüpften auch im gemeinsamen Arbeiten mit den Kindern des Freizeithauses Mühle, die in anderen Schulformen der Stadt lernen, neue soziale Kontakte.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Dadurch, dass sich die Schüler der Problematik öffneten und ihre Erkenntnisse und Gefühle in literarischen Texten Ausdruck verliehen, erreichten wir nicht nur ihre emotionale Seite. Die neuen Einsichten konnten dazu führen, dass sie Fremdem offener entgegentreten, indem sie es annehmen, hinterfragen, um es zu verstehen, und ihm das "Be"fremdliche zu nehmen. Wir beziehen Schüler des Freizeithauses Mühle in das Projekt ein. Die Erfahrung mit Schülern unterschiedlicher Schulformen zusammenzuarbeiten bereichert die soziale Kompetenz aller Beteiligten.

Infos

Name der Einrichtung

Jahngymnasium, Theatergruppe "Kellerkinder"

Ort

Rathenow

Bundesland

Brandenburg

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

13