Wettbewerb 2017-2018 | Kategorie: Jugendeinrichtung

Interkultureller Treff "Welcome to Kartoffelländ"

Der Interkulturelle Treff findet einmal im Monat an einem Samstag statt. Er wurde Ende 2015 entwickelt und wird jetzt schon im 2. Jahr angeboten. Es gibt ein Café zum Austausch und gemütlichen Zusammensein. Und ein Freizeitbereich bietet Billard, Kicker, Gesellschaftsspiele, Bastelangebote und Musik. Außerdem werden Mottos, wie z.B. das Mittelalterfest, eine WM, das Zuckerfest, ein Kreativtag oder auch ein Kartoffelfest und ein Weihnachtsmarkt umgesetzt. Es kommen Besucher vom Kleinkind bis ins hohe Altern aus vielen Herkunftsländern zusammen.

Projektziele

Dieses Projekt soll Möglichkeiten der Begegnung verschiedener Menschen bieten. Ense ist zu einer vielseitigen Gemeinde geworden. Und wir Jugendlichen finden es toll, dass wir Menschen, die in ihren Ländern in Not geraten sind, helfen können. Wir wollen unsere neuen Nachbarn nicht nur Willkommen heißen, sondern auch kennen lernen. Viele Menschen haben Berührungsängste und in unserem Interkulturellen Treff konnten sich schon viele Menschen kennen lernen und Hemmschwellen verlieren. Toll ist auch zu sehen, wie viele Flüchtlinge mittlerweile richtig gut Deutsch sprechen können und sich einbringen.

Aufgabe der Jugendlichen

Wir Jugendlichen haben das ganze Projekt in 2015 entwickelt, Räume hierfür gesucht, Einladungen gestaltet und Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Aktuell bereiten wir die Interkulturellen Treffs "Welcome to Kartoffelländ" vor. Wir laden die Menschen ein, bereiten ein Café vor, organisieren Spiel- und Bastelmöglichkeiten für die Kinder. Im letzten Jahr haben wir jeden Monat ein Land präsentiert und manche Besucher haben dann sogar landestypische Gerichte mitgebracht. In diesem Jahr stellen wir jeden Monat unter ein anderes Motto. Einmal im Monat treffen wir uns als Team und bereiten den Interkulturellen Treff vor. Der Kern unserer Aufgabe am Tag des Interkulturellen Treffs ist die Kinderbeschäftigung und je nach Motto besondere Aktionen durchzuführen.

Projektverlauf

In unserer Gemeinde gibt es eine Sozialarbeiterin, die im Bereich der Aufsuchenden Jugendarbeit tätig ist. Als viele Flüchtlinge nach Ense gekommen sind, haben wir natürlich auch viele Fragen gehabt und wollten gerne etwas für unsere neuen Nachbarn machen. Gemeinsam mit der Sozialarbeiterin haben wir uns dann Ende 2015 zusammen gesetzt und überlegt, was hilfreich für die Integration der Menschen sein könnte und was ihnen wirklich hilft sich hier wohl zu fühlen, unsere Sprache zu lernen und andere Enser kennen zu lernen. Wir haben dann entschieden, dass wir ein Interkulturelles Café anbieten möchten mit Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche. Außerdem wollten wir die Länder kennen lernen und den Besuchern zeigen, dass wir Interesse an ihrer Kultur und ihrem Leben haben. Nun musste ein Name gefunden werden. Wir haben auch ein paar Jugendliche mit Migrationshintergrund im Planungsteam gehabt und im lustigen Namen "reinschmeißen", kamen wir dann auf "Welcome to Kartoffelländ". Warum? Weil wir auch über uns selbst lachen können und ein bisschen Witz reinbringen wollten. Es wurden dann Einladungen entworfen und auch auf Englisch und Arabisch Übersetzungen eingefügt. Wir haben die Kirchenvertreter und die Bürgerinitiative "Flüchtlinge werden Nachbarn" eingeladen und ihnen unsere Idee präsentiert. Schnell waren so Unterstützer und Räumlichkeiten gefunden. Auch die Pressearbeit liegt uns sehr am Herzen, da wir hierdurch immer wieder neue Besucher erreichen.
Eine tolle Erfahrung für uns ist, dass wir immer wieder sehr viele tolle Menschen kennen lernen dürfen.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Das Thema Vielfalt hat einen hohen Stellenwert in unserem Projekt. Wir haben Besucher vom Kleinkindalter bis ins hohe Alter. Es kommen Menschen aus zig Herkunftsländern mit unterschiedlichen Religionen, Sprachen, Hautfarben und Einstellungen zusammen. Wir haben diese Menschen und ihre Länder kennenlernen dürfen und heute feiern wir ´egal welche Religion wir haben´ z. B. das Zuckerfest zusammen. Die Menschen gehen respektvoll miteinander um. An manchen Tagen waren zwischen 60 und 80 Besuchern da und es war manchmal ganz schön durcheinander und laut und bunt und einfach nur schön!

51 Stimmen

Infos

Name der Einrichtung

Aufsuchende Jugendarbeit der Gemeinde Ense

Ort

Ense

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

15