Wettbewerb 2017-2018 | Kategorie: Verein/Verband

Peace for Syria

Das Projekt wurde von Jugendlichen um die Band "Actio Grenzgänger" herum geplant und durchgeführt und soll den Ruf der neuen Generation nach Frieden und einer Menschheit unterstützen. Es bestand aus einem selbstproduzierten Song mit dem jungen Flüchtling McManar, einem Friedenszug, einer Kundgebung vor 300 Menschen und einem Musikvideo mit mehreren geflüchteten Darstellern. Wir wollten ein Zeichen der Jugend setzen, die für eine grenzenlose Welt steht und auch den Neuankömmlingen Gehör verschaffen, da ihre Stimme in den Medien selten zu hören ist. Wir wollten Integration leben, statt darüber zu reden.

Projektziele

Wir wollten das Projekt zusammen mit den Neuankömmlingen gestalten und das Leid aufzeigen aus dem viele kommen, da uns selten Kriegsbilder erreichen und man kaum Betroffene zu hören bekommt. Wir wollten zeigen, dass die junge Generation zusammen einiges auf die Beine stellen und sich solidarisch zeigen kann. Wir wollten mit positivem Beispiel voran gehen und aufzeigen, dass wir als Jugendliche eine Welt ohne Gewalt wollen. Und da wir keine andere Möglichkeit hatten, uns Gehör zu verschaffen, mussten wir die Möglichkeiten nutzen, die zur Verfügung standen. Wir wollen die Jugend erreichen und sie bewegen.

Aufgabe der Jugendlichen

Wir haben alles selbst gemacht, vom Schreiben der Liedtexte, vom Produzieren der Musik, vom Mischen, vom Einspielen der Instrumente, vom Organisieren des Friedensmarsches, von der Organisation der Kundgebung, des Drehs, des Schnitts bis hin zur Konzeptbearbeitung.

Projektverlauf

Das Projekt entstand in Anbetracht der akuten Kriegsgefahr auf der Erde und der schieren Ohnmacht, denen man sich als Jugendlicher gegenüber sieht. Da die Flüchtlingsdebatte in aller Munde war, sich aber niemand um einen Austausch, um gemeinsame Kultur oder künstlerische Projekte kümmerte, haben wir selbst beschlossen, die Situation auf der Erde von unserem Blickwinkel aus und in unseren Worten zu beschreiben. Durch unseren Austausch mit den Flüchtlingen, kamen wir in den Kontakt mit dem jungen, talentierten, syrischen Rapper McManar, der mit 13 Jahren eine Flucht mit 12 Tagen auf See, ohne Wasser oder Brot hinter sich hatte. Als der Refrain stand und wir gemeinsam im Studio sangen, war allen klar, dass wir eine große Energie gebündelt hatten, die unbedingt ihre Kraft ausstrahlen musste. Wir begannen alle Instrumente live einzuspielen und die Begleitstimmen mit einem Chor einzusingen, weil wir einen echten, unverfälschten Sound erreichen wollten. Die politische Aussage dahinter, dass wir als junge Generation gegen Krieg sind und auch anders können als Computer zu spielen und desinteressiert zu sein, stand von vornherein über dem Projekt. So kam es dazu, dass wir auch einen Friedenszug mit Tieren, eine Kundgebung sowie ein Musikvideo machen wollten, damit die Energie nicht bloß beim Song bleibt, sondern auch die digitale Welt erreicht. Nach drei Monaten intensiver Planungen und Treffen waren wir sehr froh, neben dem Abitur auch was gesellschaftlich Relevantes auf die Beine gestellt zu haben. Danach hatten wir ein paar Auftritte und konnten noch weitere Jugendliche erreichen.

Unser und euer Motto: Vielfalt ist unsere Stärke!

Das Thema Vielfalt war uns von vorneherein wichtig. Auf musikalischer Ebene wie in der Umsetzung. Weil so viel entstehen kann, wenn sich Menschen mit unterschiedlicher Herkunft verbinden und zusammen kreativ arbeiten. Davon profitieren alle. Von dem Gedanken des Menschen als Spezies sind wir alle überzeugt. So wollten wir einen Austausch ermöglichen, damit man über Kunst zusammen singt, schauspielt und sich kennenlernt. Nach dem Projekt ist sogar ein integratives Theaterstück entstanden, welches wir im Sommer 2017 aufgeführt haben. Die Gruppe vom Musikvideo hatte Lust weiterhin aktiv zu sein.

1 Stimmen

Infos

Name der Einrichtung

Demokratische Stimme der Jugend

Website »

Ort

Adelberg

Bundesland

Baden-Württemberg

Durchschnittl. Alter der Teilnehmer

18